Ein Trommelfeuer eröffnet den Kulturellen Herbst 2011

Die Seele Argentiniens drückt sich im Tango aus. Zu erleben am 5. Oktober im Amtshof Großburgwedel. (Foto: ©Künstlersekretariat Ott)
 
das Tammuz Piano Quartet präsentiert in Burgwedel Werke von Mendelssohn-Bartholdy, Enescu und Brahms. (Foto: Astrid Karger)

Vier Konzertabende im Großburgwedeler Amtshof

GROSSBURGWEDEL (r/bs). Ein faszinierendes Trommelfeuer eröffnet am Mittwoch, 7. September, den Kulturellen Herbst 2011. Zu Gast ist das Hamburger Ensemble ELBTONALpercussion, das auf eine Reise durch Klang, Rhythmus und Dynamik einlädt.
Mit ihrem allein schon optisch beeindruckenden Instrumentarium – gleichsam ein ästhetisches Klang-Massiv aus Trommeln, Becken und Gongs aus aller Welt, harmonisch bereichert durch Marimba- und Vibrafone – begeistert ElbtonalPercussion durch mitreißende Dynamik und stilsichere Vielfalt, wovon bereits sechs CDs und eine live-DVD einen überzeugenden Eindruck vermitteln.
Mit ihren atemberaubenden „Klangspielen“ werden sie den Amtshof in einen einzigartigen Erlebnisraum verwandeln: ob leise oder laut, ob ernst oder lustig: vom witzigen Einfall bis zur komplexen Komposition ist alles vertreten. Und wer bisher der Meinung war, dass allein mit Schlagwerk kein abendfüllendes Konzert bestritten werden kann, wird mit diesem Quartett eines Besseren belehrt.
Temperamentvoll geht es am Mittwoch, 5. Oktober, mit dem Buenos Aires Tango Ensemble weiter. Da sind zunächst zwei hervorragende Tanzpaare aus Argentinien, die sowohl einzeln als auch zusammen beeindruckend die 100-jährige Geschichte des Tangos darstellen. Die Musik kommt vom Buenos Aires Tango Trio, sämtlich „Porteños“, d.h. in Buenos Aires geboren. Jorge Coll (Klavier und Flöte), Claudio Dartevelle (Bandoneon und Bass) sowie Anibal Civilotti (Gitarre und Gesang) spielen die bekannten Tangos von Carlos Gardel bis Astor Piazzolla und lassen das Publikum intensiv spüren, dass sich die Seele Argentiniens im Tango ausdrückt: leidenschaftlich, temperamentvoll, mit einem Hauch von Melancholie.
Ein klassisches Klavierquartett setzt am 26. Oktober die Konzertreihe im Amtshof fort. Als Daniel Gaede (Violine), Lars-Anders Tomter (Viola), Gustav Rivinius (Violoncello) und Oliver Triendl (Klavier) 2007 das Tammuz Piano Quartet gründeten, hatten die vier Kammermusiker und hochklassigen Solisten eigentlich nur an ein, zwei Spielzeiten gedacht – das Repertoire für Klavierquartette ist ja nicht so groß, um daraus eine „Lebensaufgabe“ zu machen. Dem phänomenalen Debütkonzert bei den Schwetzinger Festspielen folgte dann eine ganze Reihe umjubelter Auftritte, die sowohl bei der Musikern als auch beim Publikum Appetit auf mehr mach(t)en. So wird das Tammuz-Projekt mit Freude und Nachdruck auch in die weitere Zukunft getragen – seit zwei Jahren mit neuem Bratscher, Volker Jacobsen. Das Ensemble präsentiert in Burgwedel Werke von Mendelssohn-Bartholdy, Enescu und Brahms.
Mit einem klassischen Klavierabend endet am 23. November die Konzertreihe im Amtshof. Alexander Schimpf, 1981 in Göttingen geboren, studierte zunächst bei Wolfgang Manz (Hannover) und Winfrid Apel (Dresden), später bei Bernd Glemser (Würzburg). In den letzten Jahren konnte der junge Pianist mehrfach durch den Gewinn bedeutender Preise auf sich aufmerksam machen, u.a. wurde er kürzlich mit dem 1. Preis beim Internationalen Klavierwettbewerb 2011 in Cleveland/Ohio (USA) ausgezeichnet. Mit Werken von J.S. Bach, M. Ravel, L.v. Beethoven und F. Liszt gastiert Alexander Schimpf erstmals in Burgwedel.
Karten für die Konzerte zum Preis von 15 Euro, ermäßigt 8 Euro sind im Vorverkauf jeweils zwei Wochen vor Veranstaltungstermin in der Buchhandlung C. Böhnert, Im Mitteldorf 2, Großburgwedel, erhältlich. Die Abendkasse im Amtshof öffnet um 19.30 Uhr, Konzertbeginn ist um 20.00 Uhr.
Fragen zum Programm beantwortet die Kulturabteilung der Stadt Burgwedel, Telefon (05139) 8973-122 oder per E-Mail kultur@burgwedel.de.