Ein letztes Mal den Geist des Thönse24-Rennens spüren

Spektakuläre Sprünge boten die Fahrer und Fahrerinnen auf dem Sprunghügel im vergangenen Jahr. (Foto: Svenja Steinseifer/Archiv)
 
Das Wetter spielte auch nicht immer mit: Dauerregen - eine Herausforderung für Mensch und Trecker. (Foto: Svenja Steinseifer)

Letztes Rasenmähertreckerrennen am Samstag und Sonntag 24. /25. August

THÖNSE (hhs). Am kommenden Wochenende findet in der Ortschaft Thönse das Rasenmähertreckerrennen statt. Es wird das zwölfte seiner Art sein und das Letzte.
Es war schon etwas Wehmut in die Gesichter der Mitglieder von „Thönse 24“ geschrieben, dem Verein, der der die unglaubliche Leistung geschafft hat, ein Rasenmähertreckerrennen auf die Beine zu stellen und zum größten Motorsportevent in ganz Norddeutschland zu entwickeln. Aber nun soll endgültig Schluss sein mit diesem Event, bei dem in kürzester Zeit alles Kultstatus erlangt hatte, von der Pressekonferenz ein paar Tage vor dem Rennen bis hin zum Abbau des letzten Parkplatzschildes.
Diese unglaubliche Erfolgsgeschichte hat ihre Ursachen sicherlich darin, dass die Protagonisten von Thönse24 von Beginn an ein wirklich glückliches Händchen hatten bei der Erarbeitung des Grundkonzepts für ein erfolgreiches Rasenmähertreckerrennen. Dieses Konzept hat sich gleich beim ersten Rennen im August 2002 bewährt und wurde bis heute nahezu unverändert beibehalten: Zwei Tage, fünf Rennen, ein Nachtrennen, Party - und ganz wichtig: die Boxengasse.
Die Rennregeln waren auch eindeutig formuliert: § 1: „Die Rennleitung hat immer recht“. Das ist über die Jahre niemals umformuliert worden. Weitere Rennregeln, technische Vorgaben und alles andere wurden ständig der Zeit und den neuesten Entwicklungen angepasst.
Das erste Rasenmähertreckerrennen im August 2002 lockte sogleich 13 Teams nach Thönse, alles verwegene Motorsportfans, die hart aber fair um die Trophäe „Schrottpokal auf Mehrschichtplatte“ kämpften. Nach den beiden Renntagen wurde viel darüber spekuliert, ob es denn 2.000 oder sogar 2.500 Zuschauer gewesen sind, die sich dieses unglaubliche Spektakel nicht entgehen lassen wollten. Aber damals konnte man kaum ahnen, dass diese ersten Besucher des ersten Rasenmähertreckerrennens in Thönse zu Multiplikatoren dieser Motorsportfaszination wurden. Im Jahr darauf kamen 23 Teams, 2006 waren es 56 Teams und schließlich wurde 2011 „die Hundert“ geknackt.
Waren es zu Beginn etwa 2.000 Zuschauer, so brachten die stetig wachsenden Zuschauerzahlen für Thönse24 sehr schnell Probleme auf die Tagesordnung. Die beiden Rennen in den Jahren 2007 und 2009 wollten jeweils immerhin rund 25.000 Besucher sehen. Und die meisten von ihnen kamen mit dem eigenen Fahrzeug.
Es war schon eine gewaltige organisatorische Leistung, die entsprechende Infrastruktur zu schaffen mit einem Verkehrslenkungssystem für An- und Abfahrt, dass die Belastung der Einwohner Thönses in Grenzen hielt, und ausreichend Parkflächen für alle Besucher bot.
Inzwischen hat dieses Rennen gewissermaßen bundesweite Bedeutung erlangt. Waren es zunächst nur Teams aus dem Umland, die die Rennen unter sich ausfuhren, dann kommen die Teams jetzt überall aus Deutschland und sogar aus Frankreich.
Und aus Sicht von Thönse24 hat das Rasenmähertreckerrennen sogar Qualitäten als Exportschlager: In Vesbeck, Wiedenrode und auf dem Uhlenköperring bei Uelzen haben sich seit einigen Jahren schon Rasenmähertreckerrennen etabliert.
Aber nun ist Schluss! Thönse24, der Verein, der das alles aus dem Boden gestampft hat und dessen Ziel es ist, die Überschüsse aus den Rasenmähertreckerrennen gemeinnützigen Organisationen aus Burgwedel zukommen zu lassen, hat sich für das 12. und letzte Rennen vorgenommen, der Ära „24-h-Rasenmähertreckerrennen in Thönse“ einen würdigen Abschluss zu bereiten. Die Voraussetzungen sind vorhanden: 87 Teams haben sich zum letzten Rennen angemeldet, und man rechnet wieder mit weit mehr als 25.000 Besuchern. Und alle Mitglieder des Vereins Thönse 24 hoffen, dass auch beim letzten Rennen wieder der Geist von Thönse zu spüren sein wird: Wenn alle mit anpacken, kann Großes erreicht werden!