Ein Lächeln kehrt in der St. Marcus-Kirche ein

Die Langenhagener Pastorin Karin Borchers-Schmidt übernimmt vorübergehend die Pfarrstelle in der Wettmarer St. Marcus-Kirche. (Foto: Renate Tiffe)

Karin Borchers-Schmidt übernahm die Vertretung von Pastor Karneboge

WETTMAR (ti). Für die vielen Gottesdienstbesucher am Erntedanktag war es eine Überraschung. Mit knappen Worten stellte Kirchenvorstandsmitglied Thea Wattenberg Pastorin Karin Borchers-Schmidt aus Langenhagen vor, die von nun an die Vertretung für den erkrankten Pastor Wilfried Karneboge übernommen hat.
Über ein viertel Jahr lang war der Gottesdienst an der St. Marcus-Kirche von Geistlichen im Ruhestand und aus den Nachbargemeinden gestaltet worden. Über die Abordnung von Pastorin Borchers-Schmidt an die St. Marcus-Kirche wurde offenbar kurzfristig entschieden, nachdem bekannt geworden war, dass die Therapie von Wilfried Karneboge sich noch über einen längeren Zeitraum hinziehen wird.
Mit Karin Borchers-Schmidt ist sozusagen ein Lächeln eingezogen in die stark betroffene Kirchengemeinde. Nicht nur, dass die Zeit der Vakanzen nun erst einmal vorbei ist - wobei den vertretenden Pastoren ein großer Dank gebührt. Gleichzeitig konnte Karneboge über eine positive Wende in der Therapie berichten. Und nicht zuletzt hat die gewinnende Art der „neuen“ Pastorin die Gottesdienstbesucher überzeugt. Die Zeit für ein befreiendes Lächeln - und wo es angebracht ist, auch für ein herzhaftes Lachen – nimmt sie sich immer wieder.
Die 49-Jährige Mutter von fünf Kindern im Alter von 11 bis 25 Jahren stammt aus der Gegend von Bremervörde, hat nach dem Studium in Kiel und Göttingen zehn Jahre in Ostfriesland gewirkt und sich dann neun Jahre lang mit ihrem Mann die Pfarrstelle an der St. Paulus-Kirche in Langenhagen geteilt. Seit anderthalb Jahren hat sie eine Halbtagsstelle an den Regions-Kliniken für Geriatrie und Psychiatrie in Langenhagen inne, wobei ihre Vorliebe jedoch der Gemeindearbeit gehört, wie sie im Gottesdienst bekannte.
Beherzt hat Karin Borchers-Schmidt ihre neue Aufgabe in Wettmar angenommen. Neben dem Gottesdienst wird sie die sogenannten Kasualien ausfüllen, Hochzeiten, Taufen, Beerdigungen übernehmen, auch Besuche bei Gemeindemitgliedern. Sie möchte die Kirchspiel-Gemeinde möglichst schnell, möglichst gut kennenlernen, machte sie in ihrer ersten Begegnung mit den Gottesdienstbesuchern klar. Sie wird an Gruppen, wie dem Frauenhilfe- und dem Mutter-Kind-Kreis, teilnehmen und bringt sich auch in dem im November anstehenden großen Projekt von St. Marcus „Kurse zum Glauben“ mit ein.
Um Kirchenmitgliedern die Gelegenheit zu einem persönlichen Gespräch zu geben, hat die Pastorin eine feste Sprechstunde im Pfarrbüro eingerichtet. Mittwochs in der Zeit von 9.00 bis 12.00 Uhr wird sie regelmäßig anwesend sein. Und sie freut sich auf die Besucher, betont sie ausdrücklich.