Ein „Haydn-Spaß“ der Reihe „Weltklassik am Klavier“

Der russische Pianist Alexey Lebedev gastiert am Sonntag, 3. Februar im Isernhagenhof mit seiner Hommage an Joseph Haydn und die Form der Sonate. (Foto: Weltklassik am Klavier)

Alexey Lebedev mit einer Hommage an Joseph Haydn

ISERNHAGEN (r/bs). Ein „Haydn-Spaß" verspricht das Konzert der Reihe „Weltklassik am Klavier!" am Sonntag, den 3. Februar um 17.00 Uhr im Isernhagenhof, Hauptstraße 68, zu werden. Es gastiert der russische Pianist Alexey Lebedev - ausgezeichnet unter anderem beim Busoni-Wettbewerb - mit seiner grandiosen Hommage an Joseph Haydn und die Form der Sonate.
Joseph Haydn, eine Schlüsselfigur für die Entwicklung des klassischen Stils, brillierte nicht nur mit seinen zahlreichen Sinfonien und Streichquartetten, sondern auch mit abwechslungsreichen, klangvollen Klaviersonaten.
Lebedev präsentiert einen Streifzug durch Haydns Sonaten, lässt dessen Einfluss auf die Entwicklung der Sonatenform erahnen und führt den Zuhörer durch einige Phasen der instrumentalen und klanglichen Sonatenentwicklung. Umrahmt wird das Programm von zwei seiner späten Sonaten, die er während seiner Zeit in London komponierte.
Als Endpunkt seiner Sonatenentwicklung bestechen die C-Dur und Es-Dur Sonate nicht nur durch fantasievolle, überraschende Wechsel als Ausdruck menschlicher Gefühle – neu in der Musik und bis dahin unvorstellbar - sondern auch durch die Aufnahme regionaler Klangelemente.
Auch unterstützt durch die Weiterentwicklung des Instrumentes, erhalten diese beiden klassisch-romantischen Sonaten mit ihrer unglaublichen Klangvielfalt fast einen sinfonischen Charakter. Im Gegensatz dazu steht Haydns frühe c-Moll Sonate, die formal noch dem Barock verhaftet ist und sich durch reine Reihung der Sätze auszeichnet. Seine Sonate Es-Dur Hob XVI, 49 - kurz vor seiner Zeit in London komponiert - gehört zu den sogenannten „Damensonaten". Gewidmet Maria Anna von Genzinger vermutet man, dass sich in der Musik auch eine persönliche Botschaft an die Dame verbarg.
Lebedev begann früh mit dem Klavierspiel und erhielt seine erste Ausbildung am St. Petersburger N. A. Rimsky-Korsakov Staatskonservatorium. Im Alter von 12 Jahren gewann er seinen ersten Klavierwettbewerb und schon mit 14 Jahren gab er sein Debüt mit Rachmaninows Klavierkonzert Nr. 2 Op. 18. An der Hochschule für Musik und Theater in Hannover setzte er seine Ausbildung fort und vertiefte sein Können dort, sowie in zahlreichen Meisterkursen.
Lebedev überzeugte etliche Jurys von seiner brillanten Virtuosität, was ihm zahlreiche Preise – darunter viele 1. Preise – bei renommierten Wettbewerben im In- und Ausland bescherte. So ist er unter anderem Preisträger des Ferruccio Busoni Internationalen Klavierwettbewerbes in Bozen, was ihm eine Zusammenarbeit mit dem Klaviervirtuosen Alfred Brendel ermöglichte.
Heute ist Alexey Lebedev ein international gefragter Solist und Kammermusiker, der seine Zuhörer immer wieder durch sein einfühlsames Spiel fasziniert. Seit 2012 gibt er sein Können und Wissen als Professor in Korea an seine Studenten weiter.
Der Eintritt zum Konzert kostet 20 Euro, Studenten 15 Euro, Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt. Eintrittskarten sind im Vorverkauf erhältlich in den MARKTSPIEGEL-Geschäftsstellen in Großburgwedel, Burgdorf und Lehrte sowie über die Tickethotline des Isernhagenhofes 05139/89 49 86.