Ein Altar aus Eichenholz

Die Mitglieder der Christophorus Kirchengemeinde berieten die drei Entwürfe. (Foto: Renate Tiffe)

Christophorus-Gemeinde entschied sich wieder für eine Arbeit von W. Rudolf

ALTWARMBÜCHEN (ti). Der neue Altar in der Christophorus-Kirche in Altwarmbüchen wird aus Eichenholz bestehen und er wird wieder eine Arbeit des Bildhauers Wladimir Rudolf aus Munster sein. Anhand von drei Vorlagen entschied sich der Kirchenvorstand für den dritten Entwurf mit den schräg nach hinten  ausgestellten Seitenteilen. Spätestens zu Weihnachten soll das neue Kunstwerk des modernen Gotteshauses eingeweiht werden. 
Um die 30 Mitglieder der Christophorus Kirchen-Gemeinde in Altwarmbüchen hatten sich am vergangenen Sonntag im Kirchenraum eingefunden, um über die Einzelheiten von drei Entwürfen zu beraten. Wladimir Rudolf hatte überdies ein Modell aus Spanholz aufgestellt, damit alle sich eine Vorstellung von dem künftigen Werk machen konnten. Mit der Bohrmaschine stand er bereit, eventuelle Änderungen vorzunehmen. Es ging um Höhe und Breite des künftigen Opfertisches (so die ursprüngliche Bedeutung des Wortes Altar) und seinen Bezug zur Fensterwand im Hintergrund des Altarraumes. Am Ende entschied sich der dreizehnköpfige Kirchenvorstand in einer Klausur für den dritten, den teuersten Entwurf, in dessen Seitenteile Kreuze eingeschnitzt sein werden. In welchem Winkel die Seiten sich nach hinten öffnen, soll dem Künstler überlassen bleiben. Eine zehn Zentimeter starke Eichenplatte wird auf den ebenfalls massiven hölzernen Seitenteilen ruhen.
5079 Euro soll der Altar kosten. Mit einer besonders hoch ausgefallenen Christophorus-Gabe in der vergangenen Adventszeit haben die Gemeindeglieder vorgesorgt, dass das Geld auch vorhanden ist. Ein Problem wurde besonders besprochen. Der Altar, etwa 200 bis 300 Kilogramm schwer, soll zu besonderen Anlässen – für Konzerte, das Kindermusical und das Krippenspiel - zur Seite gerückt werden können. Die Flexibilität muss erhalten bleiben, auch wenn der Altarraum nicht verlassen werden soll, wünschte Pastorin Birgit Birth. Versucht wird dies zunächst mit Filzgleitern unter den Seiten.
Der bisherige Altartisch mit den schwarzen Metallbeinen, dessen – gelinde gesagt - Schlichtheit unter Tüchern verborgen wurde, war vermutlich ein Provisorium aus den Anfängen der Kirche in den siebziger Jahren. Vielen Kirchenmitgliedern hatte er schon lange nicht mehr genügt. Seit langem gab es auch die verschiedensten Ideen für die Neugestaltung, wie Pastorin Birth berichtete. Dass nun wieder der aus Russland stammende Bildhauer herangezogen wurde, der sich auf sakrale Kunst spezialisiert hat, lag einerseits an der Wertschätzung, die Wladimir Rudolf sich mit den Krippenfiguren erworben hat. Andererseits, und der Grund ist wohl noch gewichtiger, sollte der Altar mit dem Kruzifix daneben harmonieren, dem größten Kunstschatz der Kirche, einem Geschenk der benachbarten Nikolai-Kirche.
Gern hätte es die Pastorin, wenn der Altar schon zum Neujahrsempfang der Kirche am ersten Advent da sein könnte. Aber der Bildhauer mochte sich nicht zu früh festlegen. Nicht er allein sei an der Fertigstellung beteiligt, sagte er. Es komme auch auf seinen Partner an, das Holz. Das muss eben den richtigen Trocknungsgrad haben für die Vollendung.