E-Prämie wenig nachgefragt

Neue Kennzeichnungen an E-Autos ab 20. März

Großburgwedel (r/bs). Die Nachfrage nach der bis 9.000 Euro hohen Innovationsprämie ist im Februar erneut gesunken. Corona-bedingt registrierte das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) für Niedersachsen 3.377 (Vormonat: 3.597) Umweltboni.
Karl-Heinz Bley, Präsident des Kfz-Landesverbandes Niedersachsen-Bremen, sagte zur Elektromobilität: „Die Politik muss schnell regeln und bekannt geben, ob die Innovationsprämie über das Jahr 2021 hinaus gilt." Kunden und Automobilhandel brauchten Planungssicherheit, auch mit Blick auf lange Lieferzeiten von E-Pkw.
Die Februar-Bilanz weise 1.466 (Vormonat: 1.588) Prämien für Hybride (PHEV) und 1.911 (Vormonat: 2.009) Boni für reine batteriebetriebene Neuwagen (BEV) aus. Insgesamt seien in den fast fünf Jahren seit Start der finanziellen Förderung 43.341 Prämien nach Niedersachsen gegangen. Dies sei ein Länderanteil von 8,7 Prozent.
Neue Kennzeichnungen an E-Autos, Ladesäulen und -kabeln sollen seit dem 20. März das Stromtanken erleichtern, informierte Bley mit dem Hinweis auf ein EU-weit geltendes horizontales Sechseck, in dessen Mitte sich ein Buchstabe befinde. Passten die Symbole von Stecker und Steckdose beziehungsweise von Auto und Ladesäule zusammen, könne getankt werden.
An der Fahrzeugseite sei das Kennzeichen in Schwarz gehalten, an der Infrastruktur-Seite in Weiß. Insgesamt gebe es zehn unterschiedliche Kenn-Buchstaben, jeweils fünf für das AC- und fünf für das schnellere DC-Laden. Die gängigsten dürften das "C" für den Typ-2-Stecker sowie "K" (bis 500 V) und "L" (bis 920 V) für den CCS-Schnellladestecker sein.