E-Center begeisterte mit Pfälzer Wein und Saumagen

Mathias Mauhsz, Mitarbeiter im E-Center und an diesem Abend für den Service zuständig, serviert die Leckerei aus der Pfalz: Pfälzer Saumagen mit Leberknödel, Kartoffelpüree und Kraut. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Kulinarische Veranstaltungen werden im September fortgesetzt

GROSSBURGWEDEL (hhs). Am Freitag fand im E-Center Cramer in Großburgwedel die vorerst letzte kulinarische Entdeckungsreise durch Europas Weinanbaugebiete statt. Beherrschendes Thema des Abends war Pfälzer Wein, leckere Tropfen aus einem der ältesten Weinanbaugebiete Deutschlands.
Dazu war das Weinhaus am Sonnenberg aus Weisenheim eingeladen und die Spezialisten für Edles aus der Pfalz sorgten auch gleich für eine weitere kulinarische Überraschung: Sie hatten original Pfälzer Saumagen mitgebracht, eigentlich das einzige landestypische Gericht in Deutschland, das in der Bundes- und Außenpolitik eine keinesfalls unerhebliche Rolle gespielt hat.
Jürgen Vogeding, Marktleiter im E-Center Großburgwedel, wird im September zum nächsten kulinarischen Abend einladen. „Während der großen Ferien legen wir eine Pause ein“, sagte er, die guten Erfahrungen mit den „Kennenlern-Events“ sollen anschließend fortgesetzt werden.
Zur Begrüßung kredenzte Kellermeister Fritz Walter zwei sogenannte Seccos aus der Pfalz, einen Weißen sowie einen Rosé. Secco, das ist die deutsche Bezeichnung für einen hiesigen Perlwein, abgeleitet vom italienischen Prosecco. Dahinter verbirgt sich ein mit weineigener Kohlensäure versetzter Wein, der durch dieses Verfahren sehr feinperlig, leicht prickelnd und mit geringem Alkoholgehalt ausgestattet, sehr bekömmlich ist. Das war genau das Richtige für den Sommerabend zur Einstimmung und fand bei den gut 25 Gästen große Zustimmung.
Auch die vorgestellten Weine waren etwas Besonderes: Bemerkenswert ein weißer, der einfach auch nur „Der Weiße“ heißt, ein Cuvèe, der Lust machte auf mehr, insbesondere angesichts seines Preises unter vier Euro. Gleiches traf auch zu, als sein Pendant „Der Rote“ in die Gläser kam. Der trockene Weiße Burgunder und sein Cousin, der Graue Burgunder, sind unterdessen in die Edition Cramer aufgenommen. Die beiden anderen Weißen, Riesling und Bacchus, fanden auch ihre Freunde, sie waren geradezu klassische Vertreter ihrer Rebsorten.
Ein Highlight schließlich der 2011er „Blanc de Noir“ aus der Pfalz. Vom Namen her angelegt die Verwandtschaft zu französischem Rosé, auf Deutsch ein Weißherbst, ein aus roten Trauben gekelterter weißer Wein. Das hört sich schwierig an, ist aber einfach: Die Farbstoffe der Traube befinden sich ausschließlich in der Schale. Entfernt man die Schale von roten Trauben vor der Gärung vom Saft, erhält man weißen Wein.
Als Vorspeise wurde eine Hochzeitssuppe gereicht, als Hauptspeise Pfälzer Saumagen mit Leberknödeln und Kartoffelpüree, direkt mitgebracht aus der Pfalz. Bundeskanzler Helmut Kohl hat dem Pfälzer Saumagen zu großer Berühmtheit verholfen. Er hatte die wichtigsten Staatsgäste seiner Zeit mit dieser pfälzischen Spezialität verwöhnt. Für die Zubereitung gibt es in der Pfalz sicherlich mehr Rezepte als Ortschaften. Historisch soll es sich um ein „Arme-Leute-Essen“ handeln oder eben um den Höhepunkt eines jeden Schlachtfestes. Wie es auch sei, den Staatsmännern und -damen hat es damals bei Helmut Kohl geschmeckt, und den Gästen des E-Centers Großburgwedel am Freitag auch.