DRK-Weihnachtspakete in Bulgarien eingetroffen

Die Schule in Aleko wird von Kindern besucht, die aus unvorstellbar armen Familien stammen. (Foto: DRK)

Hilfsgüter und 1200 Weihnachtsgeschenke für bedürftige Kinder

GROSSBURGWEDEL (r/bs). Die in Burgwedel und Umgebung gesammelten Weihnachtsgeschenke für arme Kinder in Bulgarien sind gut in Pazardzik angekommen. Der Transport startete am Nikolausmorgen von Hameln aus und erreichte erst nach drei Tagen seinen Zielort. Dieses Jahr war das Wetter eine besondere Herausforderung, denn schon bei Nürnberg mussten die beiden DRK-Helfer Christine Wölfel und André Askamp das erste Mal auf Schneeketten zurückgreifen.
„Wir sind sehr froh, auch dieses Jahr wieder einen Weihnachtstransport organisieren zu können“, freut sich Hans-Dietmar Warda, Vorsitzender des Vereins. Lange war nicht klar, ob es in diesem Jahr klappen würde. Die letzten Jahre konnte immer ein 7,5 Tonnen LKW einer großen deutschen Automobilfirma kostenlos genutzt werden. Dies war in diesem Jahr leider nicht möglich. Auf den DRK- Ortsverein wären zusätzliche Mietkosten von ca. 1000 Euro zugekommen, wenn ein Fahrzeug hätte angemietet werden müssen. „Hier zeigt sich die Stärke einer großen Hilfsorganisation“, freute sich Warda. Die DRK-Region Hannover e.V. sprang sofort ein und stellte einen vor kurzem für den Katastrophenschutz beschafften LKW zur Verfügung. Die Transportkapazität war nun von 7,5 auf 12 t angestiegen. Bei der Beladung wurde auch schnell klar, dass dies ein Glücksgriff war. Die Ladeklappe konnte mit einigen Hilfsgütern und 1200 Weihnachtspaketen gerade geschlossen werden.
Im Rahmen der Weihnachtsaktion sind Hans-Dietmar Warda und Markus Flentje in Bulgarien um laufenden Projekte des DRK-Ortsvereins zu begutachten und auf aktuelle Entwicklungen einzugehen. Das DRK beteiligt sich an der Finanzierung eines Mittagsessens für arme Kinder in der Schule. Diese Schule befindet sich in Aleko einem Vorort von Pazardzik. Damit ist es in den letzten Jahren gelungen, die Kinderarbeit auf der benachbarten Müllkippe deutlich zu reduzieren. Alle Projekte des Ortsvereins stehen unter der Idee, die Spirale zwischen Armut und mangelnder Bildung zu durchbrechen.
Eine kurzfristige Spende ermöglichte es, Schul- und Bastelmaterial für die Grundschule in Aleko im Wert von 1000 Euro zu organisieren. Die Lehrer kauften im vergangenen Jahr das Bastelmaterial für die Kinder von ihrem eigenen Gehalt. Mit zwei deutschsprachigen Lehrern besteht jetzt ein guter Kontakt. Dies vereinfacht die Steuerung dieses Projektes sehr. Die Schule in Aleko wird von Kindern besucht, die aus unvorstellbar armen Familien stammen. Sie sind nicht in der Lage, ihre
Kinder zu fördern, manche ermöglichen ihnen nicht einmal den Schulbesuch. Dann werden die Kinder zur Arbeit auf der Müllkippe geschickt, um selbst ihr Essen zu „verdienen“.
Der Verein möchte weiter mit einer Kontaktvermittlung von Jugendlichen das gegenseitige Verständnis fördern und Projekte die einen Wissensaustausch fördernd unterstützen. Weitere Informationen sind auf der Homepage des Vereins www.drk-burgwedel.de zusammengestellt.