Dr. Hendrik Hoppenstedt wurde mit 73,1% wiedergewählt

Das Traumergebnis von 73,1teht fest, dem entsprechend groß ist die Freude bei Dr. Hendrik Hoppenstedt. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
„Ein bisschen enttäuscht bin ich schon“, so SPD-Bürgermeisterkandidatin Karin Beckmann, die hier gemeinsam mit Ehemann Andreas Strauch auf die Ergebnisse in der Region wartet. (Foto: Birgit Schröder)

Karin Beckmann erhielt in Fuhrberg mehr als 30% der Stimmen

BURGWEDEL (bs/hhs). Die Burgwedeler hatten die Wahl, und sie haben sie genutzt. Zwei Bürgermeisterkandidaten standen bereit, 96 Bewerber für den Stadtrat und stolze 112 für die einzelnen Ortsräte. Dazu gesellten sich noch weitere 41 Freiwillige für einen Sitz in der Regionsversammlung: 251 Kandidaten für Burgwedel insgesamt: Da kann man wirklich sagen: „Wir haben die Wahl gehabt!“ Und die Burgwedeler Wählerinnen und Wähler haben diese Chance genutzt, weitaus stärker als bei den Kommunalwahlen der Jahre 2006 und 2001, denn in diesem Jahr lag die Wahlbeteiligung mit 60,4 % deutlich höher. Das mag daran liegen, dass in der Stadt das Bürgermeisteramt zu vergeben war: Dann ist überall im Land die Wahlbeteiligung hoch.
In Burgwedel stellte sich der Amtsinhaber Dr. Hendrik Hoppenstedt, CDU, Herausforderin war Karin Beckmann von der SPD. Bei dieser Entscheidung stand, oberflächlich betrachtet, Kontinuität oder Wandel zur Wahl. Hoppenstedt wurde mit 73,1% der Stimmen wiedergewählt, etwa ein Zuwachs von 15% zu seiner ersten Wahl 2004. Karin Beckmann erhielt 26,9%. Der Sieger gab sich nachdenklich, als sein Ergebnis feststand: Er habe Riesenrespekt vor soviel Anerkennung und spüre die Verantwortung stark, der er sich nun stellen müsse, sagte er bei der Wahlparty der CDU.
Der Christdemokrat Hoppenstedt hatte dem Begriff Kontinuität in seiner ersten Amtsperiode zumindest für die Stadt Burgwedel um eine neue inhaltliche Variante verändert: Kontinuität bedeutet für ihn ganz wesentlich auch die Weiterführung des einmal eingeschlagenen Wegs Burgwedels zu mehr Lebensqualität in allen Lebensbereichen auf der Basis einer vorsichtigen Wirtschaftsförderung. Und genau in diesem Bereich liegen seine Verdienste der ersten Amtsperiode. Da hat er schließlich auch etwas verändert in der Stadt Burgwedel, nicht nur bei Krippen, Hort und Kindergärten, auch bei den Schulen und der Verwaltung: Bürgerfreundlichkeit Lebensqualität wird nicht nur angestrebt, sie ist auf einem so hohen Stand angelangt, dass daran weiter zu arbeiten zwingend ist.
„Ein bisschen enttäuscht bin ich schon“, resümierte SPD-Bürgermeisterkandidatin Karin Beckmann nach der Bekanntgabe der Ergebnisse der Burgwedeler Bürgermeister-Wahl. „Die 30-Prozent-Marke hätte ich schon gern erreicht“, so Beckmann. Dies sei aber lediglich in Fuhrberg und Kleinburgwedel der Fall gewesen. Dass die SPD-internen Querelen, die im Vorfeld der Wahl zu so manchem Aufreger geführt hatten, Einfluss auf das magere Ergebnis genommen haben, bezweifelt die gescheiterte Kandidatin. „Gerade weil ich in Fuhrberg über 30 Prozent der Stimmen bekommen habe, denke ich, das Thema ist vom Tisch“.
„Ich lebe erst seit 9 Jahren in Burgwedel und es dauert eben seine Zeit, bis die Menschen hier einem das Vertrauen schenken“, erklärt Frau Beckmann. Aber die Wahl haben immerhin dafür gesorgt, dass sie jetzt bekannter geworden sei, schmunzelt die SPD-Bürgermeisterkandidatin. Dass es eigentlich keinen „richtigen“ Wahlkampf zwischen den beiden Bürgermeister-Kandidaten gegen habe, sehe sie nicht als Manko. „In rund 70 Prozent aller wichtigen Burgwedeler Themen gibt es einen Konsens zwischen Dr. Hoppenstedt und mir“, so Beckmann. „Aber schließlich wollten wir als SPD auch Flagge zeigen und so haben wir die Themen herausgestellt, bei denen wir einen anderen Weg einschlagen wollen. Wie beispielsweise in der Schul- und Klimapolitik“.