Dorfboßeln was das Zeug hält

Die Mannschaft „Kirchbauverein“ errang Platz 15 beim Kleinburgwedeler Dorfboßeln. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)
 
Albert Lindemann (v. l.) und Dieter Fiedler stoppen die Zeit von „Gilde-Girl“ Emily Gerke beim Einfädeln des roten Fadens. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

20 Kleinburgwedeler Mannschaften genossen traumhafte Spielbedingungen

KLEINBURGWEDEL (bgp). Das traditionelle Kleinburgwedeler Dorfboßeln stand am vergangenen Sonnabend unter einem guten Stern. Strahlend blauer Himmel und erste wärmende Sonnenstrahlen boten perfektes Wetter für den beliebten Freizeitspaß, der bereits zum achten Mal in der Feldmark rund um die Ortschaft ausgerichtet wurde.
Jedes Jahr ist ein anderer Verein oder eine Initiative mit der Organisation an der Reihe. Für 2019 fiel das Los auf die Männerklönrunde Kleinburgwedel, die an vier Stationen originelle „Prüfungen“ für die Boßelgruppen vorbereitet hatten.
Ausgerüstet mit Bollerwagen, Proviant und erfrischenden oder hochprozentigen Getränken machten sich die Mannschaften nacheinander auf den Weg. Gestartet wurde am Kleinburgwedeler Feuerwehrhaus in Richtung Feld und Flur. Der Weg führte vorbei an der Biogasanlage durch den Wald bis vor den Heidewinkel und wieder zurück zur Ortschaft über die Bahnbrücke. Auf der Route verteilt standen die Posten mit spaßigen Aufgaben, die möglichst gut und schnell erledigt werden mussten. Spaßig waren auch Mannschaftsnamen wie „Lieblingshackwaschlappen“ oder „Bosselversuchsgruppe“, die sich am Dorfboßeln für Jung und Alt beteiligten.
Beim Leitergolf und Trockenski waren motorische Fähigkeiten und Mannschaftsgeist gefragt. Am Shuffleboard bewiesen die lustigen Runden Treffgenauigkeit und den „richtigen Dreh“ zur rechten Zeit. Auch Albert Lindemann und Dieter Fiedler von der Männerklönrunde hatten sich kurz vor der Siedlung Heidewinkel an einer Wegkreuzung in der Sonne postiert.
Die beiden Standbetreuer hatten in der Vergangenheit fast jedes Mal aktiv am Dorfboßeln teilgenommen. Sie schätzen die Stärkung des Zusammenhaltes in der Dorfgemeinschaft. Schließlich ginge es weniger um das Gewinnen als vielmehr um den Spaß, den die Teilnehmer aller Altersstufen auf jeden Fall hätten, so die erfahrenen Boßeler. „Es gehört sich so, dass man mitmacht, wenn im Dorf was los ist“, betonen Fiedler und Lindemann schmunzelnd.
Gut gelaunt warten sie auf die ersten Teilnehmer, deren vorweg rollende Boßelkugel sie schon ankündigt. Die „Gilde-Girls“ marschieren lachend an das Zelt heran. Auf dem Kopf tragen die jugendlichen Teilnehmerinnen einen Heiligenschein, der beim Gehen emsig an einem langen Draht wackelt. Emily Gerke wird von ihrem Team dazu auserkoren, als erste gegen die Stoppuhr einen roten Faden durch sechs Nadelöhre hindurch zu fädeln. Spielend meistert sie die Aufgabe unter großem Jubel ihrer Boßeltruppe. „Woher kannst du das?“, fragen die Umstehenden bewundernd. „Das habe ich von meiner Oma gelernt“, erwidert Emily stolz.
Nach einem langen Boßelmarsch fanden sich die Mannschaften im Schützenkrug Kleinburgwedel ein, um sich mit einem gemeinsamen Grünkohlessen zu stärken und den Tag gemütlich ausklingen zu lassen. Bei der Siegerehrung ging der erste Platz an die Mannschaft „Volltreffer 3006“, dicht gefolgt von der „Bosselversuchsgruppe“ (2) und „Wiesen Crew A“ (3), während „Wiesen Crew B“ als Sieger der Herzen auf Platz 20 landete.
Weitere Platzierungen: WIR (4), Egal (5) Feuerwehrgruppe 3 (6), Löschgruppe 1 (7) punktgleich mit Die Lieblingshackwaschlappen (7), Feuerwehr Gruppe 2 (9), Wöhler-Clan (10), Flintenweiber (11), Die lustigen Musiker (12), Ortsrat (13), Die glorreichen Sieben (14), Burgwedeler Brauerei (15) punktgleich mit Kirchbauverein (15), Die Männerklönrunde (17), Dorf Kidz (18) und Gilde-Girls (19).