Domfronts Bürgermeister zu Gast in Burgwedel

Beim Besuch der Biogasanlage in Wettmar (v.l.)Ratsmitglied Christian Le Cellier aus Domfront, Andreas Listing, der Vorsitzende des Partnerschaftvereins, Bürgermeister Didier Leduc und Heiko Pötke. (Foto: Renate Tiffe)
 
Ortsbürgermeister Otto Bahlo überreichte am Empfangsabend einen Burgwedel-Band an den Bürgermeister der Stadt Domfront, Didier Leduc. (Foto: Renate Tiffe)

Hoher Besuch aus der französischen Partnerstadt

Burgwedel (ti). Seit zwei Jahren ist Didier Leduc als neuer Bürgermeister in Domfront im Amt. Vom 9. bis 11. April folgte er jetzt der Einladung des Burgwedeler Stadtoberhauptes zu einem Besuch in der niedersächsischen Partnerstadt. Es war der erste Aufenthalt in Burgwedel. Ein Treffen mit dem Burgwedeler Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt hatte bereits im vergangenen Jahr in Domfront stattgefunden. Leduc wurde von zwei Ratsmitgliedern und der Direktorin der Stadtverwaltung Marie-Paule Venara begleitet. Ein umfangreiches Programm erwartete die französischen Besucher am vergangenen Wochenende.

Es begann mit einem offiziellen Empfang am Freitagabend im Amtshof. Nach einer 16-stündigen Autofahrt waren die Besucher verspätet eingetroffen, so dass die ersten beiden Programmpunkte, Besichtigungen der Firma Rossmann und der Seniorenbegegnungsstätte, gestrichen werden mussten. Ortsbürgermeister und Ratsherr Otto Bahlo begrüßte die Gäste. Hoppenstedt konnte krankheitsbedingt nicht anwesend sein. Bahlo wies auf die zwölf Jahre währende Partnerschaft hin, die nicht nur von den Mandatsträgern sondern auch von Kreisen der Bevölkerung getragen werde, in der viele Freundschaften entstanden sind und von der beide Seiten profitierten. Didier, sozusagen der Gegentypus seines jovialen Amtsvorgängers Robert Loquet – von zierlicher Statur, wendig, von gewinnender Art – erwiderte, dass es die 1100 Kilometer zwischen beiden Städten nicht in den Herzen der Menschen gebe. Er hoffe, dass dies so bleibe. Er und seine Delegation freuten sich, Burgwedel kennen zu lernen. Der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins, Andreas Listing sorgte für die sprachliche Verständigung.
Leider nutzen nur wenige der 35 Burgwedeler Ratsmitglieder, die neben dem Vorstand des Partnerschaftsvereins eingeladen waren, die repräsentative Veranstaltung zu einem Kennenlernen - die meisten dazu ohne „Begleitung“, was der gastlichen Begegnung in der Weiträumigkeit des Kultursaales eher den Anstrich einer Pflichtveranstaltung verlieh. In Domfront wäre das vermutlich anders gewesen.
Der Sonnabend war mit Besichtigungen ausgefüllt. Der Visite im Jugendzentrum mit der Krippe folgte am Vormittag ein Besuch im Krankenhaus, wo der neuere Teil, OP-Trakt und Intensivstation, im Mittelpunkt des Interesses standen. Nach dem Wasserwerk in Fuhrberg wurde die Biogasanlage in Wettmar angefahren. „Vorher wurde hier Erdöl gewonnen, jetzt produzieren wir Biogas“ führte Heike Pötke, einer der beiden Betreiber, die Besucher in die neue Art der Energiegewinnung auf der knapp 2 Hektar großen Anlage in der Wettmarer Gemarkung ein, die so in Frankreich nicht bekannt ist. Bei der Rundfahrt zur Besichtigung der Feuerwehr gesellte sich auch Hendrik Hoppenstedt, der an einer fiebrigen Erkrankung litt, kurzfristig zu den Gästen. Eine Gelegenheit für Didier Leduc, das Gastgeschenk zu übergeben von dem er schon am Empfangsabend gesprochen hatte. Es war ein gusseiserner Gullideckel mit dem Wappen von Domfront, das demnächst auf dem Domfrontplatz in der Stadtmitte seinen Platz finden soll.
Zum Abschluss lud Hoppenstedt die Gäste am Sonntagmorgen zu einem Frühstück in sein Privathaus ein. Die französischen Gäste, allesamt Neulinge in der Kommunalpolitik, haben einen positiven Eindruck von der Partnerschaft und der Stadt gewonnen. So haben sie es geschildert. Der Besuch sei ein Erfolg gewesen, sehr intensiv im Programm, vielleicht ein wenig zu kurz in der Zeit.