Digitalisierung der Schulen

Medienentwicklungsplan in Burgwedel: Bis Ende 2020 sollen die Schulen mit Tablet-Computern und Whiteboards für den Unterricht ausgestattet sein.

Burgwedeler Rat verabschiedet den Medienentwicklungsplan - Bis Ende 2020 soll das Konzept umgesetzt werden

GROSSBURGWEDEL (bgp). Vor sechs Jahren fiel im Herbst 2013 der Startschuss für die Pläne zur Digitalisierung der Schulen im Stadtgebiet. Kurz vor den diesjährigen Sommerferien stimmte der Burgwedeler Stadtrat geschlossen für die Umsetzung des Medienentwicklungsplanes, der jahrelang für Diskussionen um Ausstattung und Personal gesorgt hatte.
Der Plan sieht vor, alle Burgwedeler Grundschulen sowie das Gymnasium, die Oberschule und die Integrierte Gesamtschule (IGS) mit digitaler Hardware und Infrastruktur auszustatten. Die Lehrkräfte ebenso wie Schülerinnen und Schüler werden Tablet-Computer und elektronische Tafeln für den Unterricht zur Verfügung haben. Die erste Phase der Digitalisierung ist bereits abgeschlossen: Alle Schulen wurden mit einem leistungsfähigem Wireless-Lan-Netz (WLAN) ausgestattet.

Im nächsten Schritt bekommen die Grundschulen die Serverlösung iServ, die bereits seit längerem von Gymnasium und IGS genutzt wird. Diese ermöglicht beispielsweise sicheren E-Mailverkehr zwischen Verwaltung, Lehrkräften und Schülern, Dateien können für alle per Download zur Verfügung gestellt und Dokumente gemeinsam bearbeitet werden.

Lange Zeit konnten sich Fachleute und Rat nicht darüber einig werden, von welchem Hersteller die Tablets sein sollten. Steffen Plapper, Leitender EDV-Fachmann im Hauptamt der Stadt Burgwedel, machte deutlich, dass der US-amerikanische Hersteller Apple mit seinen ipads „derzeit konkurrenzlos im Bildungssektor“ sei und gab damit den Ausschlag. Laut Plan werden zunächst die Lehrkräfte mit den ipads ausgestattet. Bis zum ersten Quartal 2020 sollen die rund 175 Tablets beschafft worden sein und im Anschluss das Kollegium fortgebildet. Außerdem werden in einzelnen Klassenräumen der Schulen digitale interaktive Tafeln (Whiteboards) installiert und 320 ipads für Schüler bis Ende 2020 angeschafft. Auch die Frage nach der Betreuung und Wartung der digitalen Struktur ist geklärt: eineinhalb zusätzliche Stellen wurden bei der Stadt Burgwedel geschaffen und ausgeschrieben. „Das Verfahren läuft noch“, erklärte ein Mitarbeiter der Personalabteilung.

Der Weg in die digitale Zukunft ist mit Kosten verbunden: 550.000 Euro werden für die digitale Grundausstattung bis Ende 2020 fällig. Dazu kommen 38.000 Euro für den Unterhalt der Geräte und Geld für die eineinhalb Planstellen, die aus dem Personalhaushalt bestritten werden müssen. Der Stadt steht jedoch ein zweckgebundener Zuschuss aus dem Fördertopf der Bundesregierung als „Bonbon“ zur Verfügung. Jede Schule wird mit 30.000 Euro im Rahmen des Digitalpaktes bezuschusst, das bringt eine Fördersumme von 210.000 Euro für Burgwedel.