„Diese Chance kommt so schnell nicht wieder“

Die Bürgermeister wollen Burgwedel für die digitale Zukunft gut aufgestellt sehen (v. l.): Friedhelm Stein (Engensen), Heinrich Neddermeyer (Fuhrberg), Axel Düker, Erwin Fette (Wettmar), Heinz Theo Rockahr (Thönse) und Jürgen Schodder (Kleinburgwedel). (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Ortsbürgermeister machen sich stark für den Ausbau des Glasfasernetzes

BURGWEDEL (bgp). Die Nachfragebündelung zum Ausbau des Glasfasernetzes durch die Deutsche Glasfaser geht in Burgwedel auf die Zielgerade. Auf der offiziellen Webseite des Unternehmens sind 32 Prozent der Haushalte angegeben, die in den fünf vorgesehenen Ortschaften bisher einen Vertrag abgeschlossen haben.
Spitzenreiter ist Fuhrberg mit 35 Prozent, gefolgt von Kleinburgwedel und Thönse mit 34 Prozent, Schlusslichter sind Engensen mit 31 und Thönse mit 30 Prozent.
Bevor mit dem Leitungsbau begonnen wird, müssen sich bis zum Stichtag am 25. Mai 2019 mindestens 40 Prozent der knapp 4.000 Haushalte in den Ausbaugebieten dafür entscheiden. Sollte dieser Wert erreicht werden, würde das Unternehmen nach einer Prüf- und Planungsphase zügig mit den Bauarbeiten beginnen.
Nun machen sich die Bürgermeister der fünf Ortschaften noch einmal stark, um den Einwohnern einen Glasfaseranschluss ans Herz zu legen. Ihnen ist es wichtig, die fehlenden 8 Prozent in der Nachfragebündelung noch zu erreichen. „Die Chance, die wir hier haben, kommt so schnell nicht wieder“, bekräftigt Stadtbürgermeister Axel Düker das Anliegen seiner Amtskollegen.
Mit dem Ausbau des Glasfasernetzes werde das Stadtgebiet auf jeden Fall zukunftsfest und es stünden damit genügend Bandbreiten für „jegliche Eventualitäten“ zur Verfügung, so Düker. Gerade für junge Familien und Menschen, die zuhause ein Home-Office hätten, sei der Glasfaseranschluss ein wichtiger Standortfaktor, unterstrich Jürgen Schodder. Heinz Theo Rockahr sieht den Wert eines Glasfaseranschlusses auch in finanzieller Hinsicht als Vorteil: „Dadurch erfahren die Immobilien eine Wertsteigerung.“
Friedhelm Stein und Heinrich Neddermeyer möchten vermeiden, dass die Orte im wahrsten Sinne des Wortes „den Anschluss verpassen“. Erwin Fette ist durch den Servicepunkt der Deutschen Glasfaser in Wettmar gut informiert und wirbt mit guter „Nachsorge“. „Der Service endet nicht mit der Unterschrift“, sagt er. Die Anschlüsse würden bis in die Häuser gelegt, ein Techniker leiste vor Ort Hilfe. Die Bürgermeister sind sich einig, dass klappern zum Handwerk gehört: „Sprechen Sie auch mit ihren Nachbarn, erklären Sie die Möglichkeiten und lassen Sie die Chance nicht verstreichen!“, so ihr Appell.
Die Kosten für die Verlegung der Leitungen bis in die Häuser werden von dem Unternehmen übernommen, wenn die Haushalte sich bis zum 25. Mai 2019 für den Anschluss entscheiden. Wer später einen Vertrag abschließen möchte, trägt die Kosten für die Leitung von der Straße bis zum Haus selbst. Diese liegen bei etwa 750 Euro und können je nach Entfernung des Hauses auch höher ausfallen.
Die privaten Verbraucher erwartet ein Tarifspektrum ab 200 Mbit/s für Downloads und 100 Mbit/s für Uploads, nach oben gestaffelt in 400, 600 und 1000 Mbit/s, und jeweils die Hälfte an Datenrate für die Uploads. Schnelles Surfen im Internet, Streaming, Smart TV und Online-Spiele wären dann ohne Geschwindigkeitsverluste möglich.
Die Deutsche Glasfaser informiert regelmäßig am Servicepunkt im Ladenzentrum Wettmar (ehemals Biggis Blumeneck), der jeweils von Montag bis Freitag von 11.00 Uhr bis 19.00 Uhr und am Samstag von 09.00 Uhr bis 14.00 Uhr geöffnet ist. Am Frischmarkt in Fuhrberg ist jeden Freitag von 11.00 Uhr bis 19.00 Uhr und Samstag von 09.00 Uhr bis 14.00 Uhr ein Servicestand geöffnet.
An zwei Samstagen (18. und 25. Mai) wird auch ein Servicestand am EDEKA-Markt in Wettmar sein. Weitere Informationen sind auf der Webseite des Unternehmens Deutsche Glasfaser unter www.deutsche-glasfaser.de nachzulesen. Dort können sich Interessierte per Internet an der Nachfragebündelung beteiligen und den Status des Projektes abfragen.