„Die Unabhängigen für Burgwedel“ geben sich sachorientiert und ideologiefrei

Sie treten für „Die Unabhängigen für Burgwedel“ an: v.l. Hendrik Becker, Rudolf Gutte, Dr. Friedrich Wolff, Christina Muckelberg, Marion Meyer-Detring und Dieter Meyer-Detring. (Foto: Antje Wolff)

Arbeitsschwerpunkte in ganz konkreten Fragen zum Ortsgeschehen

BURGWEDEL (hhs). „Die Unabhängigen für Burgwedel“ haben sich als Wählergemeinschaft am 18. Juli dieses Jahres gegründet. Sie streben in den beiden Wahlbereichen für den Stadtrat Burgwedel Sitze an. Im Wahlbereich I (Großburgwedel) treten Rudolf Gutte und Dieter Meyer-Detring und Marion Meyer-Detring an, im Wahlbereich II (Ortsteile) Christina Muckelberg, Hendrik Becker und Dr. Friedrich Wolff. „Bei uns ist das Denken nicht verboten“, sagte Gutte im Gespräch mit den Burgwedeler Nachrichten und Dieter Meyer-Detring stimmte ihm zu. Unterdessen ist die Mitgliederzahl der Unabhängigen auf insgesamt neun Mitglieder gestiegen, und ein Wahlprogramm liegt auch schon vor.
Es sind acht Kernpunkte, die die Unabhängigen für ihren Wahlkampf formuliert haben. „Der Schwerpunkt unserer künftigen, bürgernahen Arbeit ist von ganz konkreten Fragen zum Ortsgeschehen bestimmt“, erklärten Gutte und Meyer-Detring. Ob es eine Plakatierung geben wird, stand zum Zeitpunkt des Gesprächs noch nicht fest. Aber man wolle für einen Standdienst sorgen. Und vielleicht wird es auch ein Straßen-Theaterstück auf dem Domfront-Platz Ende August geben.
Ganz oben auf der Liste der Forderungen steht die Unterstützung der Initiative zur Gründung einer Integrierten Gesamtschule (IGS). Damit wolle man den Eltern neben dem bewährten Gymnasium eine echte Alternative bieten. Gutte führte zur Begründung an, allein zu diesem Schuljahrsbeginn habe die IGS Langenhagen 101 Kinder aus Burgwedel abgewiesen. „In der Zahl liegt die Brisanz des Themas“, sagte er. In der Stadt Burgwedel seien die betroffenen Eltern nicht befragt worden, so Gutte. Die Unabhängigen unterstützen die Elterninitiative für eine gemeinsame Gesamtschule für Burgwedel und Isernhagen. „Wir wollen eine Gesamtschule als Angebot für Spätzünder“, so Gutte und Meyer-Detring, zumal wissenschaftliche Erkenntnisse für ein längeres gemeinsames Lernen sprächen.
Die Unabhängigen halten die Schaffung eines Seniorenbeirats in der Stadt Burgwedel für notwendig. „Angesichts des demografischen Wandels ist er geradezu unverzichtbar. Die Seniorinnen und Senioren sollen aktiv an ihrer Lebensgestaltung teilnehmen“, erläuterten Rudolf Gutte und Dieter Meyer-Detring diesen Punkt. „Die Senioren müssen ein Mitsprache- und Mitwirkungsrecht bekommen. Im Rahmen des Projekts „Wohnwinkel“ ist damals ein Satzungsentwurf entstanden für einen Seniorenbeirat. Das greifen wir wieder auf“.
Auch ein besonders preisgünstiges Ticket für den Nahverkehr innerhalb der Stadt Burgwedel ist angedacht. „Damit die älteren Bürger preisgünstig und freizügig Bekannte, Freunde und Verwandte, Apotheke und andere Einrichtungen des Stadtgebiets erreichen können“. Darüber hinaus fordern die Unabhängigen für die gesamte Stadt Burgwedel ein Fahrrad-Nutzungskonzept unter Beachtung des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts vom 18. November 2010, wonach das Verkehrsschild 240 (gemeinsamer Fuß- und Radweg) von der Verwaltung nur angeordnet werden darf, wenn definierte Voraussetzungen vorliegen.
„Der Domfront-Platz muss zu einem Multifunktionsplatz werden“, fordern die Unabhängigen. Da müsse zunächst überhaupt geklärt werden, was die Stadt Burgwedel mit dem Platz will. „Wir wollen dort neue Akzente setzen“, sagen Gutte und Meyer-Detring. Sie denken dabei an einen Springbrunnen, Lehnen für die Bänke und eine optisch ansprechende Lösung für die unansehnliche Gas-Verteilstation. „Der Platz muss zu einer Augenweide werden, die für die Partnerschaft zu Domfront steht“.
Schließlich müsse man auch bei allen 23 Spielplätzen darüber nachdenken, ob und wie man sie auch für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger attraktiver machen kann. Als positive Beispiele sehen die Unabhängigen die Lösungen im Amtspark und auf dem Dorfplatz in Wettmar an. In ihrer Ratsarbeit streben sie nachvollziehbare Transparenz für jeden Bürger an und wollen für Bürgerbefragungen als moderne Form der Mitwirkung eintreten.