Die Oldhorster Kreuzung wird zum Kreisel

Nachdem die Oldhorster Kreuzung zum Unfallschwerpunkt eingestuft wurde, soll sie jetzt entschärft und zum Kreisel umgebaut werden. (Foto: Renate Tiffe)

Umbaumaßnahmen sollen bereits 2013 erfolgen

GROSSBURGWEDEL (ti). Manchmal geht es auch in der Politik schneller als erwartet. In der vergangenen Wahlperiode hatte die CDU-Fraktion im Stadtrat den Antrag an die Verwaltung gestellt, sie möge sich bei der Region Hannover dafür einsetzen, dass die gefährliche Oldhorster Kreuzung zwischen Thönse und Neuwarmbüchen zum Kreisel umgebaut wird. In diesen Tagen kam nun die Meldung an die Stadt, dass die Umbaumaßnahmen schon 2013 stattfinden sollen.
Ursprünglich war dafür das Jahr 2015 vorgesehen. Aber nach der Statistik der Polizei musste die Kreuzung der Landesstraße 383 zwischen Großburgwedel und Schillerslage und der Kreisstraße 116 von Thönse nach Neuwarmbüchen als Unfallschwerpunkt eingestuft werden. Wie dazu vom zuständigen Polizeikommissariat in Burgdorf mitgeteilt wurde, war in den Jahren 2008 und 2009 die Zahl der Unfälle auffallend angestiegen, nachdem es vorher jahrelang „ruhig“ geblieben war. Mindestens fünf Unfälle mit leichteren Verletzten innerhalb von drei Jahren führen zur Klassifizierung Unfallschwerpunkt, welche die Unfallkommission vornimmt - ein Gremium, das sich aus Vertretern der Polizei und der Straßenbaubehörde zusammensetzt.
In den meisten Fällen geht es an der Oldhorster Kreuzung um Vorfahrtverletzungen. Obwohl die Vorsichtsmaßnahmen mit der 70-Kilometer-Geschwindigkeitsbegrenzung auf der L 383 sowie den Warnmarkierungen und den Stopschildern auf der K 116 umfassend sind, kommt es immer wieder zu Zusammenstößen. Den letzten Unfall mit Personenschaden hatte es im April 2011 gegeben.
Zuständig für das Verkehrsgeschehen auf den Straßen sind sowohl das Land Niedersachsen wie die Region Hannover, die auch die Kosten tragen müssen. Deren Höhe ist bis jetzt noch nicht bekannt. Sie werden parallel zum Planfeststellungsverfahren ermittelt, wie Regionssprecher Klaus Abelmann verlauten ließ. Die Region wird die Planungen und Umbaumaßnahmen durchführen.
In der Stadt Burgwedel wurde die Meldung über die vorgezogene Baumaßnahme mit Erleichterung aufgenommen. „Wir freuen uns darüber“, sagte Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt. „Wir haben als Stadt daran gearbeitet und unsere Bemühungen sind nicht ohne Erfolg geblieben.“ Als „positiv überraschend“ stellte Thorsten Rieckenberg die neue Lage dar. Der CDU-Fraktionsvorsitzende und Oldhorster Ortsbürgermeister wusste, worum es ging, als der CDU-Antrag sogar zum zweiten Mal „aus gegebenen Anlass“ gestellt worden war. Er selbst befährt die Straße mit der langen Kurve nach Großburgwedel täglich. Die Geschwindigkeit sei dort schwer einzuschätzen, meint er. Und wenn im Sommer das Getreide hochsteht, sei es auch schwierig mit der Übersicht. Der Verkehr von Oldhorst aus werde unterschätzt.
Aus Oldhorster Sicht sei ein Kreisel sehr zu begrüßen, fügte Rieckenberg hinzu, weil damit auch im Dorf schon eine gewisse Verkehrsberuhigung zu erwarten ist. Auf jeden Fall sei ein Kreisel sinnvoller als eine Ampelanlage. Sie hätte nicht nur mehr gekostet, sondern auch Folgekosten durch den Stromverbrauch verursacht.