Die neue Kläranlage soll schon im nächsten Jahr in Betrieb gehen

Zünftige Grundsteinlegung für das neue zentrale Klärwerk in Großburgwedel: Otto Bahlo setzt eine Kelle mit Beton, während Dr. Hendrik Hoppenstedt und Angela Brix mit guten Ratschlägen nicht sparten. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Stadt Burgwedel investiert 7 Millionen Euro in zentrales Klärwerk

GROSSBURGWEDEL (hhs). Am ersten Juli haben die Bauarbeiten für die neue Kläranlage in Großburgwedel begonnen. Am Mittwoch dieser Woche fand im Rahmen einer kleinen Feier die Grundsteinlegung statt. Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt und einige Ratsmitglieder legten die Zeitkapsel in ein vorbereitetes Loch auf der so genannten Sole, der Grundplatte des späteren Belebungsbeckens. Darin wasserdicht verlötet ein Exemplar der Burgwedeler Nachrichten, Lageplan und ein kompletter Satz Euro-Münzen. Der Bürgermeister setzte die ersten Kellen Beton darauf, dann folgte Ratsfrau Angela Brix, deren eleganter Kellenschwung aus dem Handgelenk heraus eine gewisse Kenntnis im Umgang mit diesem Werkzeug vermuten ließ. Es folgten Otto Bahlo, Ortsbürgermeister in Großburgwedel, und Ratsherr Lothar Urban verschloss das Loch dann endgültig und verstrich es schön glatt.
In seiner kurzen knappen Rede wies Bürgermeister Dr. Hoppenstedt darauf hin, dass die Umstrukturierung der Abwasserklärung in der Stadt Burgwedel das größte und teuerste Projekt zur Verbesserung der Infrastruktur der Stadt sei. 7 Millionen Euro sind dafür vorgesehen. An diesen Kosten beteilige sich die EU mit 730.000 Euro. Der Rat der Stadt habe sich dafür entschieden, die Klärwerke in Engensen, Thönse und Wettmar aufzugeben. Das Abwasser der Ortschaften wird zukünftig über Druckrohrleitungen zu den neuen Kläranlage in Großburgwedel gepumpt und hier zentral gereinigt.
Das ist auch der Grund für die riesige Dimension der neuen Anlage: Das Belebungsbecken hat einen Durchmesser von knapp 36 Metern und soll 3.900 Kubikmeter Abwasser fassen können. Die neue zentrale Kläranlage ist damit mehr als dreimal so groß wie das alte Großburgwedeler Klärwerk. Das benachbarte Faulungsbecken ist nur wenig kleiner. Auch die Bauarbeiten dafür haben schon begonnen. Anfang September soll mit der Verlegung der etwa 13 Kilometer langen Druckrohrleitung begonnen werden. Im kommenden Jahr soll dieser erste Bauabschnitt beendet sein und die Anlage in Betrieb gehen.
Die Stadt Burgwedel hat schon Aufträge in Höhe von 5,3 Millionen Euro für diesen ersten Bauabschnitt vergeben, so der Bürgermeister. Den zweiten Bauabschnitt werde die Stadt in den Jahren 2014/15 angehen. Anschließend folgte der Dank an alle an diesem Projekt Beteiligten: an den Stadtrat, das Planungsbüro PFI, die Region Hannover, die Prüfstatik, den Bauleiter, die Vertreter der Realverbände, den Unterhaltungsverband untere Wietze und natürlich an die Stadtverwaltung. Dann ging es für die Geladenen zum gemütlichen Teil über, von der sonnenbeschienen Grundplatte in den Schatten, zu kalten Getränken und belegten Brötchen.