Die Freiwillige Feuerwehr Großburgwedel hautnah erleben

Der 13-jährige Heiner Sigmund, seit 3 Jahren bei der Jugendfeuerwehr, half den jüngeren Besuchern beim Führen des Wasserschlauches, um den roten Ball durchs Labyrinth zu bugsieren. (Foto: Anna Kentrath)
 
Einmal selbst in einem der eindrucksvollen Löschzüge sitzen, diesem Traum erfüllten sich nicht nur die Kinder, sondern auch der ein oder andere Erwachsene. (Foto: Anna Kentrath)

Hunderte Besucher kamen zum Tag der offenen Tür

GROSSBURGWEDEL (ak). Trotz ungünstiger Wetterprognose strahlte die Sonne vom blauen Himmel am Ersten des Wonnemonats Mai, als die Freiwillige Feuerwehr Großburgwedel zu ihrem Tag der offenen Tür geladen hatte. Alle zwei Jahre wird hierbei traditionell die Arbeit der ehrenamtlichen Einsatzkräfte vorgestellt und ein Einblick hinter die Kulissen der Freiwilligen Feuerwehr mit Spiel und Spaß für die ganze Familie gewährt. Hunderte von Besuchern ließen sich diesen besonderen Start in den Mai nicht entgehen und sorgten für ausgelassene Stimmung.
Rund um das Feuerwehrhaus gab es Sehens- und vor allem Wissenswertes für Groß und Klein. Erstmalig in diesem Jahr konnten sich die Besucher im Rahmen einer Rallye über zehn verschiedene Stationen spielerisch dem Thema „Freiwillige Feuerwehr Großburgwedel“ nähern, was die Neugier Vieler anregte und zu Nachfragen animierte. Die zehn Standorte ergaben schließlich ein Lösungswort aus der Feuerwehrtechnik, das Los entschied dann über die Gewinner.
Doch auch jenseits des kleinen Wettbewerbes gab es vieles aktiv zu entdecken. So bot sich wieder die Möglichkeit, mal in einem der nicht nur für die Kinder faszinierenden Löschfahrzeuge zu sitzen oder aber das Gefühl für das Löschen mit Wasser zu bekommen. Die Wasserspiele begeisterten besonders die kleinen Besucher und weckten Interesse an der ehrenamtlichen Tätigkeit. So bedauerte der 5-jährige Gerrit aus Fuhrberg gegenüber seiner Mutter, dass er erst mit 10 Jahren in die Jugendfeuerwehr eintreten dürfe.
Ein Bedauern, das bei Ortsbrandmeister Carsten Rüdiger mit Sicherheit auf Begeisterung stößt, denn er und seine Kameraden sind immer auf der Suche nach Nachwuchs. Oftmals sei es den Bürgern gar nicht bewusst, so der Ortsbrandmeister gegenüber den Burgwedeler Nachrichten, dass die Stadt keine Berufsfeuerwehr habe, sondern eine Freiwillige Feuerwehr bestehend aus Ehrenamtlichen, die sich neben ihrem normalen beruflichen Alltag für die Sicherheit der Bürger einsetzen, ob Tag oder Nacht.
Wichtig sei ihm auch, so der Ortsbrandmeister, den Bürgern beim „Tag der offenen Tür“ zeigen zu können, dass ihre Steuergelder sinnvoll investiert werden. Man versuche, erläuterte Carsten Rüdiger weiter, technisch auf dem neuesten Stand zu bleiben, wie etwa durch ein Anti-Crash-System. Per Computer könnten dann vor Ort der Aufbau verschiedener Autotypen abgerufen werden, um im Falle des Herausschneidens aus einem Fahrzeugs höchst mögliche Sicherheit für Einsatzkräfte und Verletzte zu gewährleisten. „Man muss sich darauf vorbereiten, mit weniger Kräften die gleiche Arbeit zu leisten“, betonte der Ortsbrandmeister, da die Rekrutierung des Nachwuchses immer schwieriger werde.
Dem Interesse an der Freiwilligen Feuerwehr Großburgwedel war dieser „Tag der offenen Tür“ absolut zuträglich. Sowohl Kindern als auch Erwachsenen zeigte der Blick hinter die Kulissen, welche ehrenamtliche Leistung die Freiwillige Feuerwehr erbringt, aber auch wie interessant es sein kann, sich hier zu engagieren. In geselliger Atmosphäre bei würzigen Leckereien vom Grill, kräftiger Erbsensuppe vom Feldkochherd oder aber dem vielfältigen Angebot des Kuchenbuffets ließ es sich entspannt ins Gespräch kommen, während der Großburgwedeler Feuerwehrmusikzug stimmungsvoll aufspielte.