„Die Erzähler der Bibel konnten an diesen Frauen nicht vorbei“

Zur Eröffnung der Ausstellung „Frauen der Bibel - Mitten im Leben“, waren knapp 100 Besucherinnen und Besucher ins Rathaus Großburgwedel gekommen. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Ausstellung „Frauen der Bibel“ ist noch bis Ende August zu sehen

GROSSBURGWEDEL (hhs). Am Dienstagabend dieser Woche wurde die Ausstellung „Frauen der Bibel-Mitten im Leben“ im Rathaus in Großburgwedel eröffnet. Brigitta Meyer, verantwortlich für Vorbereitung und Organisation des Events, freute sich, dass sie knapp 100 Besucherinnen und Besucher begrüßen konnte. Sie selbst sei beeindruckt gewesen, als die 15 Bilder zum ersten Mal erlebt habe. Seitdem habe sie den Wunsch gehabt, diese Werke auch in Burgwedel zu präsentieren. Sie sei von dieser Erstbegegnung so gefesselt worden, dass sie von den Bildern nicht mehr losgekommen sei.
So ähnlich scheint die Erstbegegnung vieler Besucher am Dienstagabend auch verlaufen zu sein: Eindringliches Betrachten der Werke und der daneben stehenden erläuternden Texte, nachdenkliche Gestik, anschließend intensive Gespräche. „Wir wollen die Menschen mit den Bildern in einen Dialog bringen“, so Brigitta Meyer, und das war auf Anhieb gelungen. Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt, Hausherr im Rathaus, erklärte in seiner kurzen Begrüßung, aus seiner Sicht könne die Ökumene in Burgwedel auf eine lange Erfolgsgeschichte verweisen. Ökumene bedeute Dialog über das, was die Menschen trenne, auch im Streit, und gestalten, was die Menschen verbinde. Er zeigte sich beeindruckt von den Bildern.
Pastorin Martina Bähre-Schiebusch sprach für die St. Petri Gemeinde in Großburgwedel. In aller Regel begegne man diesen Frauen nur in ganz besonderen Gottesdiensten, sagte sie, sie sei sich ziemlich sicher, dass es noch mehr biblische Frauen gebe, die mitten im Leben gestanden und gehandelt hätten. „Die Frauen waren so wichtig, dass die Erzähler der Bibel nicht an ihnen vorbei konnten“, so ihr Fazit. Sie erläuterte das am Beispiel von Tarna, der biblischen Frau, die für ein gesichertes Leben von Witwen und Waisen gekämpft habe. Gabriele Hinsch, die in Vertretung von Pfarrer Schultz für St. Paulus sprach, führte aus, dass die ökumenische Zusammenarbeit der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden in Burgwedel und Isernhagen hervorragend klappe. Auch sie regte die Besucherinnen und Besucher an, die Fragen, die sich beim Betrachten der Frauenbilder auftun, gemeinsam und im Dialog zu klären. Diese Frauen hätten Bedeutendes geleistet in einer Männerwelt, sie wünsche sich, dass in Zukunft auch Frauen in der katholischen Kirche an vorderster Front stünden.
Die Ausstellung „Frauen der Bibel-Mitten im Leben“ ist noch bis zum 30. August im Rathaus in Großburgwedel während der Dienstzeiten der Stadtverwaltung anzuschauen. Zudem wird es im Rahmen der ökumenischen Kirchentage am Samstag, den 27. August um 10.00 Uhr eine Matinee in der Ausstellung im Rathaus geben.