Die CDU Engensen will mehr für das Dorf tun

Mitgliederversammlung der Christdemokraten im Engenser Schützenhaus. Vieles wurde diskutiert, aber nur wenige Teilnehmer waren dabei.  (Foto: Renate Tiffe)

Mitgliederversammlung mit Blick auf die Kommunalwahl

Engensen (ti). Es war die erste Versammlung eines CDU-Ortsverbandes in Burgwedel, bei der ausdrücklich auf die Kommunalwahl im September nächsten Jahres hingewiesen wurde. Anwesend war der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Heinrich Neddermeyer, der den Vorstoß der Engenser lobte und den anderen CDU-Ortsverbänden als gutes Beispiel empfehlen wollte. Lediglich zwölf Parteimitglieder hatten sich im Engenser Schützenhaus eingefunden.
Deutlich artikuliert wurde die Unzufriedenheit mit der derzeitigen Situation im Engenser Ortsrat, wo die CDU, die lange Zeit die Vormacht im Dorf hatte und den Ortsbürgermeister stellte,  nur noch einen Sitz innehat. Er hätte Wert darauf gelegt, dem langjährigen und verdienten Ortsbürgermeister Adolf Homeyer (FDP) die Ehre zu erweisen und  wäre gern zur Enthüllung des Straßenschildes im Neubaugebiet gekommen, äußerte Ortsratsherr Joachim Schrader. Der Termin sei jedoch kurzfristig gekommen und so gelegt worden, dass es außerhalb Berufstätigen unmöglich gewesen sei, daran teilzunehmen. Das habe sich auch daran gezeigt, dass von den Bürgern, die gerade im Neubaugebiet ansässig werden, niemand  dabei gewesen sei.  Gemeinsam für den Ort etwas zu tun, sei schwierig, kritisierte Schrader weiter, weil CDU-Anträge immer abgelehnt würden. Beispiel sei die schadhafte Straßenmarkierung an der Kreuzung zur Schillerslager Straße. Vor kurzem habe es da wieder einen Unfall gegeben. Auch der Radweg nach Schillerslage liege wieder auf Eis.
Wir wollen die Wohnqualität in Engensen erhöhen und die Infrastruktur verbessern, betonte der Parteivorsitzende Fritz Papenberg. Bekanntlich sei die CDU stärkste Partei im Stadtrat und das solle sie auch im Ortsrat wieder werden.
Als eins der Tätigkeitsfelder nannte Papenberg die Pflege des Ortsbildes. „Engensen wächst langsam zu“, stellte er fest. Die CDU werde im Herbst zu einer Ortsbegehung einladen, zu der auch der Umweltbeauftragte der Stadt gebeten werden soll. Ein genauer Termin, der an einem Samstag liegen soll,  wird noch bekannt gegeben. Andere Termine stehen schon fest. So wird der alljährliche Jazz-Frühschoppen am 12. September auf Wiekenbergs Hof stattfinden und der Kaffeenachmittag im Schützenhaus am 6. Oktober. Das Thema Trickbetrüger soll dann im Vordergrund stehen. Das der Engenser Adventskalender eine Veranstaltung der WEB ist, fiel die CDU bei der diesjährigen Planung heraus. Sie plant jetzt eine eigenständige Adventsfeier auf Kausches Hof am 18. Dezember. Joachim Schrader kündigte an, dass er an der Idee arbeite, für das nächste Jahr einen Engensen-Kalender herauszubringen. Für die Motive aus dem Ort soll es einen Aufruf an die Bürger geben.
Ausgiebig widmete sich die Versammlung dem Thema Sporthalle in Engensen. Es sei verhältnismäßig leicht, ein neues Gebäude zu fordern, meinten einige. Andere hielten dagegen, dass die Christdemokraten immer auch ihre Verantwortung - und damit die Kosten -  für die gesamte Kommune im Blick gehabt hätten. Die Meinungsbildung sei noch nicht abgeschlossen lautete der Tenor am Ende.