Die Bahnhofstraße in Kleinburgwedel – ein Dauerthema

Das holperige Kopfsteinpflaster an einem Teil der Bahnhofstraße ist ein Dauerthema im Ortsrat Kleinburgwedel. (Foto: Renate Tiffe)

Ortsrat und Bahnverwaltung sollen konkrete Lösungsvorschläge erarbeiten

GROSSBURGWEDEL (ti). Das holperige Kopfsteinpflaster an einem Teil der Bahnhofstraße ist ein schon lange anstehendes Thema im Ortsrat Kleinburgwedel. Für die Anwohner im Bereich Wiesengrund ist die Lärmbelästigung durch die Autofahrer ein ständiges Ärgernis. Zuletzt hat sich der Tiefbau- und Umweltausschuss mit der Problematik befasst.
Ausschussvorsitzender war der Kleinburgwedeler Ratsherr Jürgen Henke. Er wollte es nicht zulassen, dass das Thema Bahnhofstraße in eine Prioritätenliste für alle sanierungsbedürftigen Straßen im Stadtgebiet von Burgwedel eingeordnet und damit vermutlich auf den Sanktnimmerleins-Tag verschoben worden wäre. So hatte es die Fraktion der Christdemokraten vorgeschlagen, der er angehörte. Henke stimmte mit SPD und „Grünen“ für einen Sanierungsplan, den der Ortsrat Kleinburgwedel zusammen mit der Bahnverwaltung erarbeiten soll.
Die Bahnhofstraße ist keine Ortsangelegenheit von Kleinburgwedel. In den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts als Zufahrt zum Güterbahnhof gebaut, sei sie den heutigen Belastungen schon lange nicht mehr gewachsen, führte Ortsbürgermeister Jürgen Schodder in einer Sitzungsunterbrechung aus. Nicht nur die Autos, die zum und vom Bahnhof fahren, auch der Busverkehr verursache ständig Lärm. Die Straße befände sich in einem abenteuerlichen Zustand, ergänzte einer der Anwohner. Es gehe auch um die Verkehrssicherheit, wenn die Busse auf die Seitenstreifen ausweichen müssen, gar nicht zu reden von der Verschmutzung dort. Die Abbrüche im oberen Bereich stellten zudem eine Unfallgefahr dar.
Bei einer Ortsbesichtigung vor einem Dreiviertel Jahr hatte sich der Ausschuss selbst ein Bild machen können und alle Mängel aufgezählt. Auch eine „vernünftige“ Entwässerung sollte in Betracht gezogen werden. Die Frage war gestellt worden, ob der PKW-Verkehr nicht auf die Umgehungsstraße umgeleitet werden könnte. Auch eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 20 km/h war erwogen worden. Beides lehnte der Ausschuss ab. Neue Verkehrsschilder seien gut und schön, hatte Schodder eingeworfen. Wer sollte aber die Kontrolle ausüben?
Eine Totalsanierung, möglicherweise mit einem Asphaltüberzug dürfte schwierig und teuer sein. Der „Grünen“- Ratsherr Heinz Visel gab zudem zu bedenken, dass dann durch die höhere Fahrgeschwindigkeit ebenso eine Lärmbelästigung entstehen könnte.
Schließlich einigte sich der Ausschuss auf den Vorschlag von Visel, der Ortsrat und die Bahnverwaltung sollten gemeinsam die Sanierung erörtern. Dem neugebildeten Ausschuss soll dann ein entsprechender Plan – samt der Kosten – zur Beratung vorgelegt werden.