Die Ausbildung der Hunde hat einen sehr hohen Stellenwert

Die Zahl der anerkannten Jagdhunderassen ist groß. Beim Jubiläum des Hegerings Isernhagen 2012 wurden viele von ihnen vorgestellt. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Jägerschaft Burgdorf bietet Kurse auch für Nicht-Jäger

ALTKREIS BURGDORF (hhs). „Jagen ohne Hund ist Schund“, so lautet ein altes jagdliches Sprichwort. Hintergrund ist die menschliche Unzulänglichkeit. Nur der Hund, der ausgebildete Jagdhund, kann die Fehler des Jägers beheben. Wenn zum Beispiel ein Stück Wild nicht im Schuss verendet und verletzt flüchtet, oder die beschossene Ente ins kalte Herbstwasser fällt, oder sichtbar getroffen im Schilf verschwindet.
Nur der brauchbare Jagdhund kann dieses ausbügeln. Hunde haben die gute Nase, die auch im Dunkeln funktioniert, um der für den Menschen kaum sichtbaren Fährte eines beschossenen Rehs oder einer Sau oder der in Wasser gefallenen Ente zu folgen und ihr isolierendes Fell ermöglicht auch eine Arbeit im kalten Wasser. Dies sind nur einige Gründe für die Haltung eines ausgebildeten vierbeinigen Jagdhelfers.
Sie bleiben Nichtjägern meistens vollkommen verschlossen. Nur manchmal steigt die Wertschätzung der ausgebildeten Jagdhunde in der Bevölkerung, und zwar nach Wildunfällen: Gerade in der dunklen Jahreszeit klingelt bei den Jägern wieder häufiger das Telefon. Die Polizei meldet einen Wildunfall, der betroffene Autofahrer hat noch gesehen, wie das verletzte Tier in den Wald geflüchtet ist.
Also den Jagdhund ins Auto und los geht es zur Unfallstelle.
Die gute Nase des Hundes ermöglicht es auch bei schwierigen Witterungsbedingungen und in der Dunkelheit, das verletzte Tier zu finden und von seinen Leiden zu erlösen. Voraussetzung dafür ist das eingespielte Team – Hund/Mensch, das nur aufgrund intensiver Ausbildung erfolgversprechend arbeiten kann.
Das Jagdhundewesen hat in der Jägerschaft Burgdorf lange Tradition, aber es hat sich in den vergangenen Jahren aus dem Bereich der Jagd hinaus geöffnet. Waren es in den Anfängen beinahe ausschließlich „Bemühungen in eigener Sache“, die im Vordergrund standen: Jagdhunde auf ihr Jägerleben vorzubereiten, so bieten die Hundeführer um den Hundeobmann der Jägerschaft nun seit mehr als 25 Jahren auch Ausbildung für Hunde aller Rassen und auch Mischlingen an.
Dies ist der sogenannte Begleithundeführer-Lehrgang, eine Veranstaltung für „Jedermann und -frau“ mit Hunden aller Rassen und natürlich auch Mischlingen. Hier besteht die Möglichkeit, die Ausbildung mit einer Prüfung für den VDH-Hundeführerschein abzuschließen. Diese Lehrgänge beginnen immer Anfang Mai, meistens mit einer theoretischen Einführung „ohne Hund“. Die Führer müssen eine wirksame Tollwutschutzimpfung für ihr Tier nachweisen können und- heute ganz wichtig: die Tierhalter-Haftpflichtversicherung.
Nähere Informationen über die Jagdhundeausbildung und den VDH-Hundeführerschein bei der Jägerschaft Burgdorf sind erhältlich beim Hundeobmann Michael Knuppertz (hundeobmann@js-burgdorf.de).