Die alte Sporthalle hat ausgedient

Die Fuhrberger Sporthalle weist erhebliche bauliche Mängel auf. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Ortsrat Fuhrberg stellt Neubau-Antrag bei der Stadt Burgwedel: „Zustand ist kaum noch zumutbar“

FUHRBERG (bgp). Nach langen Diskussionen um den Wunsch nach einem Neubau macht der Ortsrat Fuhrberg nun Ernst: Bei der Stadtverwaltung wurde offiziell ein Antrag auf „Erneuerung der Schulsporthalle Fuhrberg“ eingereicht.
Ein Blick in die Fuhrberger Sporthalle bestätigt, dass das 48 Jahre alte Gebäude die einstmals geplante Nutzungsdauer von 20 Jahren bereits weit überschritten hat. An der Decke weisen dunkle Flecken auf Feuchteschäden hin, in einer Ecke wurde die Wand notdürftig mit einer Platte abgedichtet. Wenig Tageslicht dringt durch das vergilbte Lichtband, das oben angebracht ist.
Unter der Decke hängen verbeulte Lüftungsstutzen, hinter den Toren sind Löcher in der Wand. Veraltete Sanitäranlagen und ein muffiger Geruch nach Feuchtigkeit lassen vermuten, dass eine Sanierung nicht ausreichen würde, um die Halle aus dem Jahr 1972 wieder in einen passablen Zustand zu versetzen.
Entsprechend formulierte der Ortsrat geschlossen den Antrag: „Durch Undichtigkeiten am Dach kommt es immer wieder zur Bildung von Wasserpfützen am Boden, die eine ständige Unfallgefahr darstellen, der Schwingboden schwingt nicht mehr, die sanitären Anlagen stinken erheblich und die Dämmwerte der Außenhaut stellen einen heute erforderlichen Umweltschutz erheblich in Frage.“ Aufgrund dieser und weiterer Mängel sei der „Neubau der Halle unumgänglich.“
Angesichts vieler Bauprojekte im Burgwedeler Stadtgebiet wie neue Feuerwehrhäuser, Sanierung und Erweiterung des Gymnasiums und der Kleinburgwedeler Grundschule sowie weiterer kostenintensiver Bauvorhaben ist Ortsbürgermeister Heiner Neddermeyer realistisch: „Natürlich hatten diese Projekte und die Sanierung der Fuhrberger Grundschule erst einmal Vorrang, doch mittlerweile ist der Zustand der Halle für Aktivitäten von Jugendlichen, Erwachsenen und Senioren kaum noch zumutbar.“
Die Fuhrberger Schulleiterin Meike Hasenenauer ist dankbar für die erneuerte Grundschule, jedoch begrüßt sie den Vorstoß des Ortsrates in Sachen Sporthalle sehr: „Ein Neubau wäre schön.“ Die Kinder der Grundschule benötigen die Halle regelmäßig für den Schulsport, auch Vereine und Gruppen nutzen sie. Sie sei zwar froh, die Halle direkt an der Schule zu haben, doch mit Blick auf die baulichen Mängel und maroden Sanitäranlagen fühlt sie sich etwas unwohl: „Man mag die Kinder hier nur noch ungern hinein lassen“, so Hasenauer.
Über einen möglichen Zeitplan mag Heiner Neddermeyer nicht spekulieren. Zunächst gelte es, das Vorgehen der Verwaltung abzuwarten, aber Wünsche gebe es durchaus: „Es wäre sehr zu begrüßen, wenn schon im nächsten Haushalt Planungskosten eingesetzt werden können, um dann die Baukosten zu planen.“