Der Wolf kehrt zurück: auch nach Isernhagen?

In Zukunft wird es in Niedersachsen mehr Begegnungen zwischen Menschen, Haustieren und Wölfen geben. Geht das gut? Wie geht das? (Foto: Thorsten Vaupel)

Infoabend des Hegerings Isernhagen

ISERNHAGEN (r/bs). Inzwischen sind Wölfe in Niedersachsen regelmäßig in den Schlagzeilen: Gerade erst als einige neugierige Jungwölfe erkunden wollten, wie ein Bundeswehrsoldat aus der Nähe aussieht. Sie sind wahrscheinlich die ersten in freier Wildbahn in Niedersachsen geborenen Wölfe seit mehr als 100 Jahren. In Zukunft wird es daher noch mehr Begegnungen zwischen Menschen, Haustieren und Wölfen geben. Geht das gut? Wie geht das?
Zur Informationsveranstaltung am Dienstag, 25. September um 19.30 Uhr im Gasthaus Dehne in Isernhagen N.B., lädt der Hegering Isernhagen nicht nur die ortsansässigen Jäger ein, sondern auch die interessierte Öffentlichkeit. Referentin ist Dipl. Biol. Britta Habbe, Wolfsbeauftragte der Landesjägerschaft Niedersachsen.
Das Land Niedersachsen meint, auf eine mögliche Rückkehr der Wölfe gut vorbereitet zu sein: Mit dem schon im November 2010 in Hannover offiziell vorgestellten „Niedersächsischen Wolfskonzept" ist unter der Federführung des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt und Klimaschutz in enger Abstimmung mit dem Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium, der Landesjägerschaft Niedersachsen sowie verschiedenen Verbänden und beteiligten Interessengruppen ein Handlungsrahmen für den Umgang mit dem streng geschützten Wolf geschaffen worden.
Helmut Dammann-Tamke (MdL), Präsident der Landesjägerschaft Niedersachsen erläutert: „Zwei Punkte sind uns besonders wichtig. Die wissenschaftliche Aufarbeitung aller Aspekte, die mit der Rückkehr von Wölfen verbunden sind und die Kommunikation der Ergebnisse darüber nach innen wie nach außen. Die Landesjägerschaft Niedersachsen hat mit Frau Britta Habbe eine Biologin eingestellt, die den wissenschaftlichen Part unter Federführung des Instituts für Wildtierforschung umsetzen wird."