Der Storch kann kommen

Die Nisthilfe auf der Engenser Streuobstwiese steht. Jetzt muss im kommenden Jahr nur noch ein Storchenpaar einziehen.

Nisthilfe auf der Streuobstwiese aufgestellt

Engensen (bs). Manchmal geht es ganz zügig: Mitte Juli hatte sich der Engenser Ortsrat für das Aufstellen einer Nisthilfe für Weißstörche entschieden. „Wir konnten in den vergangenen Jahren beobachten, dass Störche auf dem Dach der alten Kapelle rasteten“, erläuterte Ortsbürgermeister Friedhelm Stein.
Also wurde Kontakt mit dem Storchenbeauftragten Dr. Reinhard Löhmer aufgenommen, um ausloten zu lassen, ob die Rahmenbedingungen rund um die Ortschaft für ein Weißstorchenpaar interessant sind.
Durchweg positiv bewertete der Fachmann die erforderlichen Lebensbedingungen rund ums Dorf und als präferierter Standort wurde die kommunale Streuobstwiese im Bereich Thönser Straße/Hannoverscher Weg ausgewählt. Nachdem auch Burgwedels Umweltkoordinator Malte Schubert im Namen der Stadt seine Zustimmung erteilt hatte, ging alles ganz schnell.
Vergangenen Montag rückte die Firma Heinemeier aus Sehnde an und stellte die acht Meter hohe Nisthilfe auf. „Wir arbeiten seit vielen Jahren mit Dr. Reinhard Löhmer zusammen und zwar sehr erfolgreich“, so Firmeninhaber Martin Heinemeier.
Bei dem Stamm handelt es sich um geschälte Lärche, das Nest mit einem Durchmesser von 1,50 Meter besteht aus Weidenholz und Weidenzweigen. Rund zehn Nisthilfen in der Region hat Heinemeier bereits in Zusammenarbeit mit dem Storchenbeauftragten realisiert und alle sind besetzt. „Da stehen die Chancen für Engensen gut“, schmunzelt der Fachmann.
„Sonst müssen wir oben ein Schild mit „Wohnung frei“ aufstellen“, lachte Ortsratsmitglied Heinz Schröder (WEB). Die Kosten für dieses Vorhaben belaufen sich auf rund 3000 Euro, die der Engenser Ortsrat aus eigenen Mitteln und aus Spenden finanziert.