Der OHV Aurich darf auf keinen Fall unterschätzt werden

Wenn Carl-Philipp Seekamp sich auf diese Höhe schrauben kann, dann zappelt der Ball oft im Netz. (Foto: st)

TSG hat in der 3. Liga die Chance den Kontakt zum Mittelfeld zu halten

BURGWEDEL (st). Was für ein Start in die Saison 2014/2015? Die Turnerschaft Großburgwedel hat sich in der Anfangsphase der Serie nicht oft mit Ruhm bekleckert, sondern lieferte eher unterdurchschnittliche Ergebnisse ab.
Dabei hatten viele Experten die Mannschaft sogar als Geheimfavorit ausgelobt. Die Realität war schnell ernüchternd, obwohl die Mannschaft ein hammerhartes Auftaktprogramm und viele Personalprobleme hatte. Trainer Jürgen Bätjer konnte keine Partie in Bestbesetzung antreten und musste immer wieder improvisieren.
Die Folge war ein Absturz in die unteren Tabellenregionen, aus denen sich die Mannschaft jetzt langsam wieder nach oben orientieren will.
Mit dem Potenzial und der ausgewogenen Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern sollte das in den kommenden Wochen auch gelingen. Ein Schritt dahin soll ein Heimsieg am kommenden Wochenende sein. Andrius Stelmokas und Co. treffen in der Halle des Schulzentrums „Auf der Ramhorst“ am Samstag, 25. Oktober, ab 19 Uhr auf OHV Aurich.
Die Gäste haben keinesfalls eine Favoritenstellung und stehen, wie die TSG, nur in der Abstiegszone der 3. Liga. Vielleicht ein Art Aufbaugegner für die Turnerschaft. Allerdings warnt Coach Bätjer vor den Aurichern, denn die benötigen dringend jeden Pluspunkt und werden nicht als Punktelieferant nach Burgwedel kommen. OHV-Trainer Arek Blacha hat viel Erfahrung als Spieler gesammelt und mit Edwin de Raad vom TV Cloppenburg, Björn Bröckerhoff vom Wilhelmshavener HV und aus der eigenen Jugend Wilke de Buhr interessante Neuverpflichtungen in den Kader aufgenommen. Die Gäste sind aus dem Rückraum brandgefährlich und können mit schnellen Gegenstößen zu leichten Torerfolgen kommen.
Das gilt es zu verhindern und das ist auch durchaus möglich. Die TSG sollte im Angriff konstruktiv agieren und die Chancen geduldig herausspielen. Erst dann ist ein Abschluss sinnvoll und kann auch zu einem zählbaren Ergebnis führen. So werden schnelle Konter vermieden und die Auricher müssen versuchen aus dem gebundenen Spiel zu Torwürfen zu kommen, was schwerer fallen dürfte.
Gelingt es der TSG schnell einen Vorsprung zu erarbeiten und stellen sich alle Spieler in den Dienst der Mannschaft, dann sollte ein Heimsieg realisierbar sein. Ein doppelter Punktgewinn würde für eine bessere Platzierung führen und damit den Weg ins Mittelfeld ebnen. Die Bätjer-Truppe hat danach zwei Wochen Zeit, sich für die nächste Phase der Liga vorzubereiten, denn erst am 9. November steht das nächste Spiel beim VfL Potsdam auf dem Spielplan.