Der NABU ruft zur Standort-Erfassung von Riesen-Bärenklau auf

Riesen-Bärenklau muss nach dem Bundesnaturschutzgesetz aus der Natur entfernt werden. J.-Christian Dulce, NABU-Vorsitzender, hier beim Größenvergleich. (Foto: J.-Christian Dulce)

Informationsstand vor den Burgwedeler Nachrichten

BURGWEDEL (r/bs). Der NABU Burgwedel und Isernhagen bittet um Mithilfe aus der Bevölkerung bei der Erfassung von Vorkommen des Riesen-Bärenklaus (auch Herkulesstaude genannt) in der Region Burgwedel und Isernhagen. Der NABU reagiert damit auf eine aktuelle Neuerung des Naturschutzgesetzes, dass Riesen-Bärenklau in der Natur zu bekämpfen ist.
Das zweifellos schöne, bis 4m hohe Doldengewächs ist zwei- bis mehrjährig und blüht im Sommer weiß mit riesigen Blütendolden. Die Blätter sind 1-2m lang dreiteilig aber auch fünf- bis neunteilig gefiedert. Die Pflanze ist auch jetzt an ihren ausladenden Fruchtständen auf armdicken Stengeln von weither erkennbar – wie beispielsweise an der Einfahrt zur Sandgrube Delventhal bei Thönse.
Bärenklau (lat. Heracleum giganteum) ist als Zierpflanze aus dem Kaukasus in die hiesige Natur gekommen, verbreitet sich seither kräftig und verdrängt heimische Flora.
Fress-Feinde gibt es nicht, denn die Pflanze ist hochgradig giftig - ein Kontakt mit Pflanzenteilen oder deren Saft kann zusammen mit Sonnenlicht zu schweren Verbrennungen der Haut führen. Eine Bekämpfung sollte daher nur von Fachleuten mit Schutzkleidung erfolgen.
Wer Bärenklau in der Region gesehen hat, informiere bitte den NABU - natürlich mit detaillierte Angaben zum Standort (mail@nabu-burgwedel.de, Tel.: 05139-9586482). Der NABU Burgwedel und Isernhagen wird auf dem IGK Fest am morgigen Sonntag, 12. September, mit einem Stand vor den Burgwedeler Nachrichten vertreten sein, an dem sich die Bürger gerne persönlich informieren können.
Es sei darauf hingewiesen, dass es wesentlich kleinere (1-2m) und ungiftige, heimische Varianten gibt, z.B. den Wiesen-Bärenklau (lat. Heracleum sphondylium). Eine Begutachtung durch Fachleute ist daher unumgänglich.