Der Kampf mit der Erschöpfung beginnt bei Kilometer vier

Los geht´s – 3 Runden um den Altwarmbüchen liegen noch vor den Startern des 3-Runden Hauptlaufs. (Foto: Svenja Steinseifer)
 
Für Patrick von Amsberg hat es genau gepasst – strahlender Sieger des 2-Runden-Laufs. (Foto: Svenja Steinseifer)

Rund 300 Läufer starten zum Volkslauf um den Altwarmbüchener See

ALTWARMBÜCHEN (svs). „Ich wollte unter 27 Minuten bleiben“, nach 26 Minuten und 46 Sekunden und 7,2 Kilometern sprintet Patrick von Amsberg ins Ziel. Ob zwei, eine oder drei Runden, Walking, professionelles Laufen oder Laufen für den Fun-Faktor – so wie Patrick von Amsberg genießen die Sportler eine „herrliche Strecke“ und „familiäre Atmosphäre“ mit Wettkampf-Flair.
Ab Kilometer vier habe er überlegt, „ob das alles noch so hinhaut“. Bestens haut es hin – als strahlender Sieger beendet Lokalmatador Patrick von Amsberg den 2-Runden-Lauf. Zum zehnten Mal starteten rund 300 Sportler von fünf bis 70 Jahren zum Volkslauf rund um den Altwarmbüchener See. „Es ist super hier“, findet von Amsberg, „ich mag die familiäre Atmosphäre“. Regelmäßig nehme der Sportler an Laufveranstaltungen teil. Der besondere Reiz liege für ihn jedoch in kleineren Veranstaltungen.
„Hier trifft Breitensport auf Wettkampfsport“, sagt Organisator Hartmut Fischer vom Tus Altwarmbüchen. „Es ist wirklich alles dabei“, Birgit Ponnet startet zum ersten Mal am Altwarmbüchener See und es gefällt ihr gut. „Es geht nicht darum, dass der eine besser ist als der andere“, findet die Hobby-Läuferin, „es sind alle gleichgestellt – ein schönes Gemeinschaftsgefühl“. Für Birgit Ponnet sei die Strecke ein „Trainingslauf“, um die 10-Kilometer- Marke zu knacken.
Besonders freut sich Hartmut Fischer über die rege Beteiligung der Grundschule Altwarmbüchen. „Unser Ziel ist natürlich auf die Nachwuchsförderung“, sagt der Spartenleiter Leichtathletik. Mit 55 Schülern geht die Grundschule an den Start. Der Trend „Walking hingegen gehe deutlich zurück. „Ich verstehe das gar nicht“, sagt Conny Arndt, die mit einem kleinen „Walking“-Feld zu zwei Runden um den Altwarmbüchener See startet. „der See ist eh meine Hausstrecke“. Heute möchte sie etwas Wettkampfatmosphäre schnuppern. „So etwas habe ich vorher noch nie gemacht“.
„Laufen befreit von den Alltagssorgen“, weiß Hartmut Fischer, „und man ist an der frischen Luft, in der Natur“. Das gelte sowohl für die Amateure als auch für die Profi-Läufer. Ein bisschen trainieren müsse man hingegen schon. „Aus der kalten Hose sollte man nicht an den Start gehen“, empfiehlt Hartmut Fischer. Der Volkslauf sei ein Selbsttest und ein Vergleich mit anderen. Vor allem aber gehe es um Spaß. Laufen stehe im Gegensatz zum Walking in ganz hohem Kurs – das zeige die „Rekordbeteiligung“. Vor allem die der Grundschule. Zur Belohnung erhalten die Nachwuchsläufer eine Medaille und eine Tüte Gummibärchen. Egal, auf welchem Platz sie ins Ziel sprinten.
Es ist eben dieses „schöne Gemeinschaftsgefühl“, was den Volkslauf sowohl für Profis als auch für Amateure zu einem ganz besonderen Erlebnis macht.
Und das sind die Sieger:
Hannelore Rudolph und Uwe Siggelkow (2-Runden Walking), Pascal Terbezink (SG Misburg) und Judith Bleicherrt (SG Misburg) (Schülerlauf), Christoph Baran (SC Polonia Hannover) und Saskia Müller (SG Misburg) (1 Runde), Patrick von Amsberg (TuS Altwarmbüchen) und Fiona Schwarz ( TuS Altwarmbüchen) (2 Runden), Robin Dörrie (Det´s Race Team) und Gwendolyn Mewes (Det´s Race Team) (3 Runden Hauptlauf).