„Der Isernhagenhof ist auf einem guten Weg“

Der neue Vorstand des Kulturvereins Isernhagenhof (v.l.). Wolfgang Dorn, Thomas Hahn, Bernhard Geveke und Andreas Fingberg-Strothmann. (Foto: Renate Tiffe)

Neuer Vorstand des Kulturvereins stellte sich vor

ISERNHAGEN FB (ti). Im Team will der neue Vorstand des Kulturvereins Isernhagenhof künftig die Geschicke von Isernhagens Veranstaltungszentrum leiten. Bei der Nachwahl am 30. August bestimmte die Mitgliederversammlung des Vereins – 28 der 100 Mitglieder waren anwesend – Bernhard Geveke zum neuen Vorsitzenden. Seine Stellvertreter sind Wolfgang Dorn und Andreas Fingberg-Strothmann. Für die Finanzen wird Thomas Hahn zuständig sein und Jürgen Koerth übernimmt die Aufgaben des Schriftwarts und des Pressesprechers. Zwei der insgesamt drei Jahre wird jetzt der neue Vorstand im Amt sein.
Er wolle einen Neustart auf vernünftiger Basis, sagte der neue Vorsitzende, der als Inhaber einer Elektrofirma in Kirchhorst den Aufbau des Isernhagenhofes von Anfang an begleitet hat. Dinge, die vor seiner Vorstandzeit passiert sind, sollen keine Rolle mehr spielen. Eine neue Richtung werde eingeschlagen mit einem guten Team. Verzichtet wird auf einen neuen Geschäftsführer. Abgeschafft werden soll in Zukunft auch der Beirat, in dem die Ortsteile der Gemeinde vertreten waren. Dem Vorstand ohne Stimmrecht kooptiert ist Stefan Rautenkranz, der das KulturKaffee im Isernhagenhof betreibt.
Die Neuordnung ohne Geschäftsführer erfordere eine Satzungsänderung. Sie werde in Ruhe angegangen, erläuterte Wolfgang Dorn, der nach dem Rücktritt des bisherigen Vorstands den Verein kommissarisch geleitet hatte. Zum mindesten für die Zeit, bis die finanzielle Lage sich stabilisiert hat, soll es keinen Geschäftsführer geben. Im Team werden die Ehrenamtlichen die Aufgaben erledigen. „Mal sehen wie es funktioniert“. Unterstützung bei der Büroarbeit soll allerdings Werner Hinz erhalten, der in der Übergangszeit Beachtliches geleistet hat.
Zur Zeit sei der Verein schuldenfrei, erklärte Hahn, dank des Kredits von 20.000 Euro, den die Gemeinde gewährt hat. Dieser solle innerhalb von zwei Jahren zurückgezahlt werden. Der Haushalt sei ordnungsgemäß übergeben worden. Ein Wirtschaftsprüfer und die Verwaltung haben die Zahlen überprüft. Mit großer Mehrheit hatte die Mitgliederversammlung dem bisherigen Vorstand Entlastung erteilt. Mit dem Zuschuss der Gemeinde von 65.000 Euro und der Übernahme der baulichen Betreuung steht der Verein nicht schlecht da. Es seien schwierige Jahre gewesen, resümierte Hahn. Mit der neuen Gageregelung 70 : 30 mit der Künstler am finanziellen Risiko beteiligt werden, sei es zu schaffen. „Wir sind auf einem guten Weg“, bekräftigte er.
Alles komme jetzt auf eine qualitätvolle Kulturarbeit an, meinte Dorn. Wie sich schon bei der Vorstellung des zweiten Halbjahresprogramms gezeigt hatte, werden künftig drei Säulen das Programm tragen: der Kulturverein, die Musikschule und das KulturKaffee Rautenkranz. Mit dessen Inhaber müssen noch besondere Vereinbarungen getroffen werden. Das Angebot für den Herbst und Winter mit insgesamt 31 Veranstaltungen sei abwechslungsreich und habe Niveau. Auch für 2012 werden schon Termine gemacht.
Zu den Vorwürfen aus der Vergangenheit sagte Hahn: das Vier-Seiten-Pamphlet des vorigen Vorsitzenden Rudolf Scharff werde still beerdigt. Es gebe Vieles, was besser gemacht werden muss. Aber es haben keine Verfehlungen stattgefunden.