Der Delventhal-Cup 2011 ging an die Badminton-Spieler

Fünf Luftballons in einer Decke und laufend ins Ziel bringen, das sah wie hier einfach aus, hatte aber durchaus seine Tücken. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
Beine und Füße als Katapult für die Wasserballons. Das war ein Spiel so recht nach dem Geschmack der Zuschauer, die die Teams stark anfeuerten. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Thönser Vereine ehrten Heinz Delventhal mit Präsent

THÖNSE (hhs). Es war ein beinahe vollkommen gelungenes Jubiläum, was am vergangenen Samstag auf dem Sportplatz in Thönse stattfand: Zum 20. Jubiläum des Delventhal-Cups waren so viele Besucher wie lange nicht mehr gekommen und die Stimmung war bei Kaiserwetter ausgesprochen gut. Kleiner Wermutstropfen: Einige der Teams, die sich vorher zur Teilnahme angemeldet hatten, waren nicht zum örtlichen „Spiel ohne Grenzen“ gekommen. Das bedauerten insbesondere die diesjährigen Ausrichter der RSG Roggenhof, die aus Anlass des Jubiläums sich einige Extras hatten einfallen lassen: Eis für die Kinder und Jugendlichen, eine Hüpfburg für die ganz Kleinen, und die war den gesamten Nachmittag über ausgesprochen gut besucht, und ein Kuchenbüffet, das keinen Vergleich zu scheuen brauchte.
Sieben Mannschaften aus den örtlichen Vereinen und Verbänden waren angetreten. Traditionell werden vier Spiele angeboten, die alle Teams durchspielen müssen. Die Ortsratsherren fungieren als Punktrichter, die Zuschauer als frenetisch jubelnde Masse zum Ansporn der einzelnen Teams. Der Tag war schwül und heiß, um so beliebter war jedes Kräftemessen auf dem Sportplatz, wenn es irgendwie mit „Wasser“ zu tun hatte. Zweimal war das der Fall, zur großen Freude auch der Besucher: Da war zum einen die „Wasserkrake“, ein sechs-armiges Holzgestell, in dessen Mitte ein Wassereimer befestigt ist. Doch damit ist der Schikane noch nicht genug: Dass Gestell muss auf angeschraubten Helmen möglichst schnell über einen Parcours transportiert werden, wo das verbliebene Wasser in dem Eimer gemessen wird. Damit ist der hohe Spaßfaktor garantiert. Hier hatte das Team des Fanfarenzugs Thönse die Nase vorn.
Auch das dritte Spiel war ein Hingucker: Luftballons in einer Decke über einen Parcours tragen, im Laufschritt nach Zeit. Ganz einfach, denkt man, und schon gewinnt der Leichtsinn die Oberhand und die Ballons purzeln aus der Decke. Das Spiel war nicht schwierig, erforderte aber einige Überlegung und abgestimmte Bewegungen der beiden Partner.
Das vierte und letzte Spiel war der Höhepunkt: Wasserbomben schießen und in Eimern auffangen. Kleine mit Wasser gefüllte Ballons mussten mit einem Katapult auf dem Rücken liegen abgeschossen werden. Beine und Füße der Schützen dienten gewissermaßen als Zwille, was allerliebste Bilder ergab. Gut zehn Meter weit weg die Spielerinnen und Spieler mit den Eimern, in denen die Geschossen aufzufangen waren. Trocken verließ niemand das Spielfeld. Hier waren die Badminton-Spieler unangefochtene Sieger. Auch in der Endabrechnung lagen die Badminton Spieler vorn und sie erhielten den begehrten Pokal, gefolgt vom Team der RSG Roggenhof, dem Fanfarenzug Thönse, SSV Thönse, Edelweiß Thönse, TTC Viktoria Thönse und der Jugendfeuerwehr.
Sichtlich gerührt nahm Heinz Delventhal eine gravierte Glasplatte von Ortsbürgermeister Heinz Theo Rockahr in Empfang. Das Präsent sei ein Dankeschön aller Thönser Vereine an den Initiator dieser Dorfspiele, so Rockahr, bei denen alle örtlichen Vereine an einem Strang ziehen würden. Der 81-jährige Initiator dieser Spiele bedankte sich für das Geschenk und sagte, er sei stolz auf die Entwicklung seiner Idee, einmal im Jahr zusammen zu kommen, zu spielen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Dafür erhielt er kräftigen Applaus und zustimmendes Nicken aller, gewissermaßen als Garantie für die Weiterführung dieses Ereignisses in der Zukunft.