Der Altwarmbüchener See stand ganz im Zeichen der besten Nachwuchssegler

Das beinahe spiegelglatte Wasser ließ die Wettfahrten am ersten Regattatag eher beschaulich ausfallen. Nur ganz selten waren, wenn der Wind etwas auffrischte, gab es Dynamik zu bewundern. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
Die Richter achteten auf die Einhaltung der Regeln und plauschten mit dem Nachwuchs. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Optipost-Pokal als Ranglistenregatta des Deutschen Seglerverbandes

ALTWARMBÜCHEN (hhs). Am vergangenen Wochenende fand in Isernhagens einzigem Segelrevier eine Regatta mit überregionaler Bedeutung für die jüngsten im Deutschen Seglerverband organisierten Segler statt. Der Optipost-Pokal des WSV. Diese Regatta war in diesem Jahr die einzige, die in diesem Jahr in der Verantwortung des WSV hier stattfand. Etwa 100 Boote aus dem gesamten norddeutschen Raum waren im Vorfeld erwartet worden. Ganz soviel waren es dann nicht, wahrscheinlich, weil das Wetter nicht so recht mitspielte, es war kühl, bedeckt ohne jede Sonne und mit etwas wenig Wind. Selbst die Zuschauer, die bei besseren Bedingungen sonst immer das Seeufer säumen in Altwarmbüchen, wenn der WSV zur Regatta bittet, machten sich am Samstag rar.
Der erste Start war um 13.30 Uhr angesetzt, über 50 „Opti“-Segelboote kämpften in zwei Gruppen um wichtige Qualifikationspunkte für die Deutsche Jüngstenmeisterschaft und um die Wanderpreise für die Regionsmeister und die Gesamtsieger. Das Klubgelände des Wassersportverein Altwarmbüchen (WSVA) war geprägt vom geschäftigen Treiben rund um die 2,30 m langen Jollen, die zugleich Einsteigerboote und internationale Regattaklasse für die Jüngsten sind.
Insgesamt standen an beiden Tagen bis zu sechs Wettfahrten auf dem Programm, für die Mitglieder des WSV Altwarmbüchen ein schönes Stück Arbeit. Zumal die jungen Segler in vielen Fällen gemeinsam mit ihren Betreuern oder Eltern über Nacht dort blieben. Viele kamen in Campingfahrzeugen, andere übernachteten in Zelten, die beide die großen Parkplätze füllten. Für die Sportler und ihre Begleitungen musste Verpflegung organisiert werden und am Sonntagmorgen natürlich auch ein Frühstück. Auch die Unterhaltung kam nicht zu kurz, ein gemeinsames Grillen stand am späten Samstagnachmittag an, danach Klönschnack für die Eltern im Clubhaus, Langeweile konnte so kaum aufkommen.
Am Samstag waren die Witterungsbedingungen nicht die besten: Der Himmel war grau verhangen, es blieb zwar weitgehend trocken, und es war ziemlich kalt. Die Regatten litten unter dem fehlenden Wind. Dieser wehte einigermaßen stetig, aber kaum so, dass er die Wipfel der Bäume am Ufer zum Wackeln brachte. In der Folge verloren die Wettfahrten etwas von der Spannung, denn die Manöver auf der beinahe spiegelglatten Wasserfläche liefen wie in Zeitlupe ab. Für die Einsteiger in den Segelsport, die das Geschehen vom Ufer aus beobachteten, waren so alle Manöver der Boote leicht gewissermaßen im Zeitlupentempo zu verfolgen, aber die Dynamik und damit auch die Dramatik blieben dabei vollkommen auf der Strecke. Am Sonntag waren die Voraussetzungen etwas besser und es wurde schließlich auch spannender auf dem Wasser.
Bei leichten bis mittleren Winden und zunehmend „goldenem“ Oktoberwetter konnten Wettfahrtleiter Volker Müller und sein großes Helferteam sechs anspruchsvolle Wettfahrten für die acht-bis fünfzehnjährigen Teilnehmer ausrichten. In der Gruppe A der „alten Hasen“ konnte Lokalmatador Lewin Schmidt einen Heimsieg für den WSVA verbuchen, gefolgt vom Hamburger Philipp Roitsch auf Platz 2. In der Gruppe B gewannen die Hamburger Louisa Baltes und Leon Arndt vor Moritz Pich vom WSVA, der sich aber den Titel des Regions- und Gemeindemeisters vor seinem Klubkameraden Till Beilken sichern konnte. Bei der Teamwertung hatten ebenfalls die Hamburger Segler die Nase vorn.
Trotz der zunehmend herbstlichen Wasser- und Lufttemperaturen blieb den Gewinnern eines nicht erspart: Nach der Preisverteilung wurden sie unter der lautstarken Forderung „Wasser“ von ihren Konkurrenten in den Altwarmbüchener See befördert – eine seit Jahrzehnten gepflegte Tradition der Segelkinder. Der WSVA bietet Kindern und Jugendlichen eine Ausbildung in den Optimist-Jollen vom Anfänger bis zum Regattasegler. Anfragen können gerne an den Jugendwart Andreas Beilken über die Homepage des Vereins gerichtet werden.