„Der allerbeste Glühwein ...“

Prächtige Stimmung im gemütlichen Budenrund in Kleinburgwedel. (Foto: Wiebke Molsen)

Gute Stimmung beim Weihnachtsmarkt am Lindenriek

KLEINBURGWEDEL (wim) Schneeflocken essen, bunte Mützen tragen, Punsch trinken – diese lustigen Winterregeln hängen in der Bude vom Schützenverein auf dem Kleinburgwedeler Weihnachtsmarkt. Besonders die dritte Regel wird dort befolgt. „Hier gibt es den besten Glühwein, den ich je getrunken habe“, sagt Marco Braksiek und wärmt sich die Hände an seinem Becher mit Kirschglühwein, den Volker Speckmann, 1. Vorsitzender des Schützenvereins Kleinburgwedel, und seine Tochter Lisa ihm verkauft haben. Mit dem Holzstäbchen piekst er die Kirschen auf, die das heiße Getränk so besonders machen. Ein paar Meter weiter dreht Volker Wöhler das Stockbrot seiner Enkelkinder über dem Feuerkorb. „Der Weihnachtsmarkt ist vor elf Jahren aus den Vereinen heraus entstanden“, erläutert der Geschäftsführer des Seniorenpflegeheims. Er freut sich, dass neben dem Schützenverein auch die Freiwillige Feuerwehr, der TSV Kleinburgwedel und die Fußballerinnen vom SC Wedemark dabei sind. Die vielfältigen Vereine sorgen dafür, dass auch die kulinarischen Angebote breit gefächert sind. Zu den beliebten Bratwürsten vom Grill der Feuerwehr bieten die Fußballerinen zum Beispiel mit Schafskäse im Fladenbrot eine deftige vegetarische Alternative an. Und Joachim Schauer vom TSV Kleinburgwedel ist stolz auf das Detmolder Glühbier als Besonderheit an seinem Stand.
Alle, denen noch Weihnachtsgeschenke fehlen, werden bei den Ständen der Kunsthandwerker fündig. So wie Hafize Kaynar, die bei Julia Spargel Wollsocken für ihren Vater ersteht. „Ich habe auch schon mal selber gestrickt, aber das ist doch sehr langatmig“, sagt sie und freut sich über die schönen Farben der Strümpfe. In der Bude daneben verkauft Bernhard Albers unter anderem die selbst hergestellten Sterne und Steinbilder seiner Ehefrau Susanne. Besonderes Interesse wecken die liebevoll gestalteten Utensilos aus alten Milchtüten, die er gefüllt mit Schnökereien verkauft. „Das Süße verschenke ich, aber das schöne Teil brauche ich“, schwärmt Gunhild Marahrens. Eine Familienaktion ist auch der Stand von Britta Bowden. Sie verkauft kunstvoll gestaltete Wachskarten, Betonfiguren und gedrechselte Holzstücke von ihrem Vater Werner Schmieding. Zahnputzbecher, Schalen und Feuerstellen aus Ton gibt es dagegen bei Pamela Schult vom Töpferladen Rosenquarz. Sie freut sich, dass sie beim Weihnachtsmarkt Kontakte knüpfen kann und wirbt für ihre Töpferkurse. Während sich die Erwachsenen draußen am Glühwein die Hände wärmen, verzieren die jüngsten Besucher drinnen mit Angelika Thormann und Marina Köhler Lebkuchenmännchen. Die gehören zum Winter nämlich auch dazu.