Das Sinfonische Blasorchester Isernhagen 2021 wieder live und in Farbe …

Das Sinfonische Blasorchester Isernhagen bei seinem letzten Herbstkonzert im November 2019. (Foto: Heide Efstratiadis)
Isernhagen (r/bs). Mehr als fünf Monate mussten sie schweigen und durften höchstens zum einsamen Üben im „Homeoffice“ aus dem Koffer – die Instrumente des Sinfonischen Blasorchesters Isernhagen. Mit ihnen haben auch die Musikerinnen und Musiker sehnsüchtig auf die Gelegenheit gewartet, endlich wieder gemeinsam Musik machen zu können.
Nach den Sommerferien war es endlich wieder soweit und das Orchester durfte, bewaffnet mit einem strengen Hygienekonzept, wieder loslegen.
Zugegeben: 40 Musiker in der riesigen Scheune des Isernhagenhofes, welche während der Corona-Pandemie als Probenraum dient, wirkten anfangs ein wenig verloren. Aber bereits nach den ersten Tönen war sie wieder da, die Freude am gemeinsamen Musizieren und alle wussten, was sie in den letzten Monaten schmerzlich vermisst hatten.
Inzwischen wurde auch die ursprünglich für März anberaumte Generalversammlung nachgeholt. Die Vorstandsvorsitzende Suzanne Bartling bedankte sich bei ihrer langjährigen Stellvertreterin Steffi Morich-Rademacher für ihren Einsatz und bedauerte deren Entscheidung, ihren Vorstandsposten abzugeben.
Das Orchester bestätigte bei der folgenden Vorstandswahl Suzanne Bartling als Vorsitzende, Ingrid Kleiner als Kassenwartin und Karl-Heinz Sturm als Notenwart. Zur neuen stellvertretenden Vorsitzenden wählte die Versammlung die bisherige Schriftführerin Britta Krüger, die auch weiterhin für die Pressearbeit zuständig ist. Als Schriftführerin in den Vorstand aufgerückt ist Andrea Rottstedt-Kräft.
In einer Schweigeminute gedachten die Mitglieder des Orchesters ihren vor wenigen Wochen verstorbenen Kollegen Jürgen Asseburg und Manfred Rath.
Auch wenn das für November geplante Herbstkonzert in diesem Jahr nicht stattfinden kann, unterrichtete Dirigent Andreas Fingberg-Strothmann das Orchester über geplante Termine im kommenden Jahr. Die erst wenige Monate alte Mathilda verfolgte die Generalversammlung vom Schoß ihrer Mutter aus und überlegte sich vielleicht, mit welchem Instrument sie später ins Blasorchester einsteigt.
Auf die junge Dame wird das SBI zwar noch ein paar Jahre warten müssen, aber es finden sich sicherlich auch jetzt schon Musikbegeisterte, die Lust haben, in einer tollen Gemeinschaft zu musizieren. Dass Blasorchester nicht gleich Marschmusik ist, bewies eine Corona-konforme Abordnung von neun Musikerinnen und Musikern, die ihrem Orchesterkollegen, Gustav Angermann, zum 90. Geburtstag ein Ständchen brachte. Mehr als fünfzig Jahre spielte „unser Gustav“ die Tuba und war als Notenwart tätig, bevor er sich vor einigen Jahren schweren Herzens in den „Orchester-Ruhestand“ begab.
Damit es anderen Blasinstrumenten in Isernhagen, Burgwedel und Umgebung nicht weiterhin so ergeht, wie denen des SBI in der Corona-Zwangspause, sollten sie schnell aus dem Koffer befreit werden: Das SBI probt montags von 18.30 Uhr bis 20.30 Uhr. Bei Interesse ist Suzanne Bartling, 05139-5831 oder info@blasorchester-isernhagen.de, die richtige Ansprechpartnerin.