Das Glas erhoben auf 15 Jahre Städtepartnerschaft

Mit einem ausgiebigen gemeinsamen Mahl stärkten sich die Teilnehmer für die Feier. (Foto: Renate Tiffe)
 
Da durfte auch der Gesang nicht fehlen: Albrecht von Winterfeld und Michel Duguey stimmten kraftvoll das Normandie-Lied an. (Foto: Renate Tiffe)

Reisegruppe aus Domfront weilte für drei Tage in Burgwedel

WETTMAR (ti). Wieder einmal Besuch aus Domfront. Drei Tage lang weilte eine Gruppe von 34 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus der Partnerstadt in der Normandie in Burgwedel. Diesmal gab es sogar einen besonderen Grund zum Feiern. Der Verein Burgwedel-Domfront besteht 15 Jahre. Festlicher Höhepunkt und zugleich Abschluss des Treffens war deswegen der Jubiläumsabend, der in der „Waldschänke“ in Wettmar zusammen mit den Gasteltern begangen wurde.
Als erster hob Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt das Glas „auf unsere beiden Länder, auf Frankreich und Deutschland, auf Domfront und Burgwedel“. Zuvor hatte er seine beiden Kollegen, die stellvertretenden Bürgermeister Emmanuel Foisneau und Bernard Lecarpentier, begrüßt und das Besondere dieser Partnerschaft hervorgehoben, die keine Funktionspartnerschaft, sondern eine Partnerschaft der Bürger sei. Und er hatte den Charme von Marie Laure Prod´homme gerühmt, die Vorsitzende des Partnerschaftsvereins in Domfront ist.
Ganz stimmte es nicht mit den 15 Jahren hier. In Frankreich war das Jubiläum bereits im vergangenen Jahr gefeiert worden. Es handelte sich also eher um eine Nachfeier, was der gehobenen Stimmung und der Freude über das Wiedersehen an diesem Abend keinen Abbruch tat. Nur kurz hatte auch der erste Vorsitzende des Vereins, Uli Appel, hereingeschaut, der durch eine Familienfeier gebunden war.
Marie Laure Prod`homme erinnerte daran, dass der Austausch zwischen den beiden Städten schon vor 20 Jahren begann, als Jürgen Brix und Maryse Huard die ersten Kontakte geknüpft hatten. Der Austausch funktioniere prächtig, sagte sie, sowohl auf der schulischen wie auch der Vereins-Ebene, bei der sie den Sport im einzelnen erwähnte. Eine Gruppe von Handballern aus Domfront war diesmal mit anwesend.
Andreas Listing, der Burgwedeler Vorsitzende, sprach von einer phantastischen Zusammenarbeit in den letzten 15 Jahren, die vor allem der französischen Vorsitzenden zu verdanken sei „unserer wichtigsten Frau in „Domfront“. Ohne Wenn und Aber hätten aber auch die Stadträte und die Bürgermeister die Partnerschaft unterstützt und nicht zuletzt hätten die Gasteltern, hier wie da, zur besonderen Intensität beigetragen.
Das Programm für die drei Tage hatte eine Fahrt nach Bremerhaven mit Führung im Klimahaus eingeschlossen. Eine Boule-Partie im Amtspark durfte nicht fehlen. Es blieb aber auch genügend Freiraum für die Pflege der persönlichen Beziehungen. Vor allem galt es die Vorbereitungen für das zweite Rasenmähertrecker-Rennen im August in Domfront abzusprechen, an dem sieben Thönser Mannschaften teilnehmen wollen.
Nach einem ausgiebigen gemeinsamen Mahl mit Hochzeitssuppe und einem kalt-warmen Büffet tendierte die Uhr am Samstagabend schon reichlich gegen elf als Albrecht von Winterfeld und Michel Duguey kraftvoll das Normandie-Lied anstimmten. Mit „La Ballade des gens heureux“, der Ballade von den glücklichen Leuten, war der Abend noch lange nicht zu Ende. Für die weitere musikalische Gestaltung sorgte Vereinsmitglied Gerd Meister. – Am Sonntagmorgen um neun Uhr war Abreisetermin.