Dämpfer für E-Prämie

Großes Interesse an Fördergeldern

Großburgwedel (r/bs). Im April musste die Elektroprämie in Niedersachsen einen starken Dämpfer mit minus 13,5 Prozent auf 4.258 (Vormonat: 4.933) Fördergelder hinnehmen. „Der Run auf Steuergelder beim E-Auto-Kauf ist aber nahezu ungebrochen", sagte Karl-Heinz Bley, Präsident des Kfz-Landesverbandes Niedersachsen-Bremen.
In den ersten vier Monaten habe das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) 16.175 (Vorjahr: 3.032) Förderanträge erledigt. Dies sei ein Plus von rund 430 Prozent.
Bei allen positiven Bewertungen, vor allem aus der Politik, dürfe nicht vergessen werden, dass die sogenannte Innovationsprämie bis zu 9.000 Euro eine massive Wettbewerbsverzerrung sei, sagte Bley. Der Boom auf das Fördergeld habe im Sommer des Vorjahres mit den massiv erhöhten Zuschüssen eingesetzt.
Im April sind, wie Bley sagte, 2.404 Fördergelder für reine batteriebetriebene Pkw (BEV) und 1.864 für Plug-in-Hybride (PHEV) bewilligt worden. Für die E-Auto-Prämie sei in den ersten vier Monaten 2021 bundesweit mit knapp einer Milliarde Euro bereits mehr Geld an die Autofahrer ausgezahlt worden als im gesamten Jahr 2020, in dem 652 Millionen Euro vergeben wurden.
Für Niedersachsen seien in den ersten vier Monaten 16.175 Prämien mit einer Summe von rund 91 Millionen ausbezahlt worden. Im gesamten Jahr 2020 seien es insgesamt 60 Millionen Euro für 23.456 Anträge gewesen.