Dachdecker-Innung Burgdorf spricht sechs Gesellen frei

Die frisch gebackenen Gesellen mit Berufsschullehrern, Lehrlingswart und Obermeister: (Von oben und v.l.n.r.) Patrick Naujok, Patrick Swiers, Dennis Lieke, Denny Seitz, Nils Born, Walter Grunwald, Marcel Hübert, Stefan Jäger, Rainer Pelz und Harald Meier. (Foto: Sina Balkau)

Ständige Weiterbildung ist in diesem Beruf ein Muss

BURGDORF (sib). Die Dachdeckerinnung Burgdorf sprach am Dienstag sechs Dachdeckergesellen frei. Während einer Feierstunde in der „Sorgenser Mühle“ überreichten Lehrlingswart, Obermeister und Berufsschullehrer den jungen Männern die Gesellenbriefe.
„Das Geheimnis eines glücklichen Lebens ist, seine Tätigkeit zu lieben“, sagte Walter Grunwald, Obermeister der Dachdecker-Innung Burgdorf zur Begrüßung. Sechs der sieben angetretenen Prüflinge haben ab sofort die Möglichkeit, ihren Wunschberuf als fertige Gesellen auszuüben: Sie haben sowohl den praktischen als auch den theoretischen Prüfungsteil bestanden.
„Euch heute die Gesellenbriefe zu überreichen, ist ein kleiner Schritt für uns, aber ein großer für euch“, sagte Lehrlingswart Rainer Pelz. Die Mühe und Strapazen, aber auch die Freude, die die praktische Arbeit und die vielen Stunden in der Berufsschule mit sich gebracht hätten, seien nun vorbei. Jetzt ginge es darum, dass Erlernte zu festigen und auszubauen.
„Ausgelernt habt ihr nie“, gab Pelz zu bedenken. Der Beruf des Dachdeckers erfordere ständige Weiterbildung, insbesondere was den Bereich der erneuerbaren Energien angehe, denn dies sei ein Zukunftsmarkt. „Nur wer immer up to date ist, kann sich auf diesem hart umkämpften Markt halten“, so der Lehrlingswart. Auch Innungs-Obermeister Walter Grunwald betonte, dass jetzt zwar die Lehrzeit zu Ende sei, nicht aber die Lernzeit. „Das Lernen ist nicht vorbei. Die Erwartungen der Firmen sind hoch und ich erinnere Sie daran, dass ab jetzt niemand mehr hinter Ihnen stehen wird. Die Verantwortung liegt nun ganz bei Ihnen“, sagte Grunwald.
Die Zeugnisausgabe übernahm Harald Meier, Lehrer an der Berufsschule Hannover. Auch er gab den Gesellen einige Worte mit auf den Weg. „Die Gesellenprüfung ist ein Schritt auf dem Weg, Dachdecker zu werden“, so Meier. Nun gehe es darum, der Handwerkerehre gerecht zu werden und mit Pünktlichkeit, guten Umgangsformen und qualitativ hochwertiger Arbeit zu glänzen.
Das beste Prüfungsergebnis hat Patrick Naujok aus Uetze-Katensen erreicht: Der frisch gebackene Dachdecker-Geselle, der bei der Ludwig Dachbau GmbH in Uetze gelernt hat, hat beide Prüfungsteile mit „gut“ bestanden und einen Zeugnisschnitt von 2,0. Außerdem wurden freigesprochen: Marcel Hübert aus Burgdorf (Betrieb Michael Hausmann GmbH & Co. KG, Uetze-Obershagen), Stefan Jäger aus Burgdorf (Betrieb Meldau-Bedachungen GmbH, Burgdorf/Otze), Dennis Lieke aus Uetze-Dollbergen (Betrieb Norbert Mix, Uetze-Dollbergen), Denny Seitz aus Uetze (Betrieb Otto Burgdorf GmbH, Lehrte/Arpke) sowie Patrick Swiers aus Burgwedel (Betrieb Thomas Koch GmbH, Fuhrberg).