Chance für schnelleres Internet in Wettmar, Thönse und Oldhorst

Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt (rechts) will htp-Geschäftsführer Thomas Heitmann bei dem Bestreben unterstützen, auch in Wettmar, Thönse und Oldhorst flächendeckend einen DSL-Breitbandanschluss anbieten zu können. (Foto: Renate Tiffe)

Genügend Haushalte müssen jetzt Bedarf anmelden

GROSSBURGWEDEL (ti). Wegen mangelhafter Internetanschlüsse konnte in Engensen die WEB stark werden, die sich des Problems annahm. In Wettmar stand der Ausbau des Internets im Wahlprogramm der CDU. Das schnelle Internet wird für das Gewerbe wie für Private immer bedeutsamer. Früher als erwartet bietet sich jetzt für die Dörfer Wettmar, Thönse und Oldhorst die Chance auf ein modernes DSL-Breitbandnetz. Der Stadt Burgwedel liegt eine Offerte des hannoverschen Anbieters htp vor.
Ausgehend von dem Umstand, dass derzeit wegen des Ausbaus des Abwassersystems ohnehin Kanalarbeiten in den Dörfern anliegen, soll die Möglichkeit genutzt werden, Leer-Rohre mit einzubauen. Außerdem könnte aufgesetzt werden auf die Trasse von eon-avacon. Das verringert die Anschlusskosten, die mit 725.000 Euro für das Unternehmen aber immer noch sehr hoch sind, wie Thomas Heitmann, htp-Geschäftsführer, in einem Pressegespräch erläuterte. Es müsste sichergestellt werden, dass sich eine bestimmte Anzahl von Haushalten an dem Projekt beteiligen. In Wettmar müssten sich 333 und in Thönse und Oldhorst 225 Interessenten melden. Bei 1575 Haushalten in Wettmar dürfte dies keine große Schwierigkeit sein, so Heitmann. Nach der Statistik seien heute 60 Prozent der Haushalte ans Internet angeschlossen. Die Tendenz steige.
Bislang laufen die Anschlüsse mit Kupferkabeln über das herkömmliche Telefonnetz. Die Signalstärke nehme jedoch mit zunehmender Leitungslänge ab. Mit der neuen Glasfaser-Technik können Entfernungen bis zu 30 Kilometern ohne Verluste überwunden werden. Die Ortsvermittlungsstelle ist Großburgwedel.
Er sei sehr froh über das Angebot von htp, sagte Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt. Die bisherige Grundversorgung reiche vielleicht noch für zwei bis fünf Jahre aus. Dann komme das Internet an seine Kapazitätsgrenze. Die Telekommunikation sei zwar eine Angelegenheit des Bundes. Die Probleme machen jedoch den Einwohnern vor Ort zu schaffen. Deswegen setze sich die Stadt für den Ausbau eines zukunftsfähigen Systems ein. Die Herausforderung sei, keine weißen Flecke mehr in der Internetversorgung zu haben. Für die Entwicklung Burgwedels sei es wichtig, einen weiteren Standortvorteil für die Infrastruktur der Stadt auszubauen.
Bis zum 5. Dezember sollten die Anmeldungen bei htp vorliegen. Das Unternehmen sagt dann zu, sofort mit den Planungen zu beginnen und spätestens im Sommer 2012 DSL-Anschlüsse mit Bandbreiten von 4 Mbit/s bis zu 50 Mbit/s zur Verfügung zu stellen. Bisher sind sie nur bis zu 2 Mbit/s ausgelegt.
Vorher sollen Interessierte noch ausführliche Informationen erhalten. In eigenen Veranstaltungen will Heitmann die Ausbaupläne des Unternehmens persönlich darstellen. Die Termine sind am 16. November um 19.00 Uhr in der „Waldschänke“ in Wettmar und am 23. November, ebenfalls um 19.00 Uhr, in der Grundschule in Thönse.
Die Stadt werde mit unterstützenden Maßnahmen behilflich sein, kündigte Hoppenstedt an. Die Entscheidung liege jedoch bei den Bürgern.