CDU-Stadtverband positioniert sich gegen Trassenführungen

Heiner Neddermeyer, Dr. Hendrik Hoppenstedt und Torsten Rieckenberg erläuterten die Position des CDU-Stadtverbandes bei den Burgwedeler Nachrichten. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Runder Tisch mit allen Beteiligten Mitte Dezember

GROSSBURGWEDEL (hhs). Der Stadtverband der CDU Burgwedel hat sich am Montagabend in einem Informationsgespräch mit den Burgwedeler Nachrichten deutlich gegen eine Trasse einer einer Güterbahn-Umführung durch Burgwedeler Gebiet ausgesprochen, so Torsten Rieckenberg, Fraktionsvorsitzender der CDU im Rat der Stadt Burgwedel. Der Stadtverband verlange jetzt Klarheit über den Stand der Planungen und bereite eine Informationsveranstaltung für alle Mitbürgerinnen und Mitbürger vor.
Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt erläuterte zunächst seinen Kenntnisstand. Er kenne eine Presseinformation vom Februar 2009 der Bürgerinitiative Wedemark gegen eine Y-Trasse aus der Zeitung. In einem Gutachten im Auftrag der Bauindustrie Niedersachsen-Bremen sei darüber hinaus formuliert, dass eine Umfahrung des Verkehrsknotenpunktes Hannover in Form einer Querverbindung von der geplanten Y-Trasse zum Zielort Lehrte sinnvoll sei. Er habe damals Rücksprache gehalten mit dem CDU Verkehrsexperten und Bundestagsabgeordneten Enak Ferlemann, der ihm empfohlen habe, mit der „DB-Netz“, einer Bahntochter, Kontakt aufzunehmen. Die Bahntochter habe am 20. Februar vergangenen Jahres geantwortet. „Es hat sich jetzt herausgestellt, dass eine Umfahrung des Verkehrsknotenpunktes Hannover vorteilhaft wäre. Ein möglicher Lösungsansatz könnte eine neue Verbindung von der geplanten Y-Trasse an die Strecke Celle/Lehrte sein“, zitierte Hoppenstedt das Schreiben. Es seien aber keine Abstimmungen mit dem Bundesverkehrsministerium durchgeführt worden, um die Voraussetzungen für die Aufnahme des Projektes in die Bedarfsplanung zu schaffen. Genau das aber sei Voraussetzung dafür, weitere Planungsschritte in Gang zu setzen. Insoweit könnten keine Aussagen zur Umfahrung des Knotens Hannover getroffen werden. „Nichts Konkretes also“, brachte Dr. Hendrik Hoppenstedt seinen damaligen Kenntnisstand auf den Punkt. „Offenbar ist die generelle Entscheidung mit dem Bund zur Umfahrung aber inzwischen gefallen“, gab er zu bedenken. „Ich denke, die wollen ein Planfeststellungsverfahren in Gang bringen“.
„Jetzt muss Klarheit in die Diskussion“, forderte Torsten Rieckenberg. „Die CDU oder die Stadt Burgwedel werden eine Infoveranstaltung mit der Bahn organisieren“. Der Stadtverbandsvorsitzende Heiner Neddermeyer gab zu bedenken: „Ist das Ding überhaupt in dieser Form notwendig? Es ist alles sehr widersprüchlich, was bislang vorliegt. Vor dem Hintergrund der Erfahrungen in Stuttgart werden wir alles daransetzen, nichts zu verpennen“.
Bürgermeister Dr. Hoppenstedt erklärte, es sei für Mitte Dezember ein runder Tisch geplant, an dem alle Bürgermeister der beteiligten Kommunen, Staatssekretär Ferlemann und DB-Netz sitzen werden. Die Informationsveranstaltung für die Bürgerinnen und Bürger soll dann Mitte Januar stattfinden.