CDU schickt Kandidat ins Rennen

Der 45-jährige Unternehmer Tim Mithöfer kandidiert für die Kommunalwahlen im Herbst 2021.
 
Die CDU Isernhagen präsentierte ihren Kandidaten für das Bürgermeisteramt (v. l.): Helmut Lübeck, Malte Neubert, MdL Rainer Fredermann, Anja Moch, Tim Mithöfer und Bürgermeister Arpad Bogya.

Tim Mithöfer stellt sich zur Wahl für das Bürgermeisteramt in Isernhagen

ISERNHAGEN (bgp). Am Dienstag sprach sich der Gemeindeverband der CDU Isernhagen auf seiner Mitgliederversammlung für ihren Vorsitzenden Tim Mithöfer als Bürgermeisterkandidat aus. Der 45-jährige Unternehmer aus Kirchhorst wurde mit breiter Mehrheit von seiner Partei für die Kommunalwahlen im Herbst 2021 ins Rennen geschickt. „Wir sind schon früh dran, um dem Kandidaten genügend Vorlaufzeit zu geben“, erklärte Anja Moch vom Vorstand des Gemeindeverbandes. Letzten Endes habe Mithöfer die Versammlung mit „einer klaren Positionierung als Person und ersten konkreten Themen, die er als Bürgermeister umsetzen will“ überzeugt. Vorgeschlagen wurde der Kandidat von den Vorständen des Gemeindeverbandes und der CDU-Ratsfraktion.
Mithöfer gilt zwar als „Quereinsteiger“ für das Amt, bringt aber neben dem aktuellen Vorsitz des CDU-Gemeindeverbandes in Isernhagen auch politische Erfahrung aus seiner ehemaligen Heimatstadt Melle mit. In einem Gespräch nach seiner Aufstellung berichtete er: „Politik ansich mache ich seit meinem 16. Lebensjahr.“ So hat Mithöfer nach der „klassischen Karriere in der Jungen Union“ den Wechsel in die CDU vollzogen, mit 21 Jahren wurde er Mitglied des Stadtrates Melle. Dort sammelte der junge Mann „erste kommunalpolitische Erfahrungen“ in einem Gremium. Mit dem Umzug nach Isernhagen und der Übernahme des Vorstandspostens im CDU-Gemeindeverband habe er sich mit den kommunalen Themen vor Ort intensiver auseinander gesetzt, erklärte Mithöfer. So sei auch der Entschluss gereift, sich als Kandidat für das Bürgermeisteramt aufstellen zu lassen: „Ich würde manche Dinge anders machen als sie gemacht werden, und wenn ich das möchte, muss ich auch bereit sein, das selber zu tun.“ Daher sei es sein Antrieb, für den eigenen Anspruch, etwas „besser oder anders“ haben zu wollen, auch selbst einzutreten.
Seine persönlichen Eigenschaften will der verheiratete Unternehmer und Vater zweier Töchter in das mögliche Amt einbringen: „Ich stehe mitten im Leben und gehe Dinge mit gesundem Menschenverstand und einer ordentlichen Portion Unternehmergeist an.“ Er strebe an, Aufgaben „pragmatisch, aber doch im Kompromiss für alle Beteiligten“ zu lösen.
Politisch werde er sich „wenn ich denn Bürgermeister werde“ für die Bildung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen einsetzen. Bedarfsgerechter Wohnraum ist ebenfalls ein Thema für Mithöfer, der das Problem umreißt: „Es geht auch um den Zwanzigjährigen, der zuhause ausziehen möchte und in Isernhagen bleiben und zum Beispiel in der Freiwilligen Feuerwehr tätig ist und dort einen entsprechenden nahen Wohnraum braucht, um das Engagement in der Feuerwehr fortführen zu können.“ Dabei gehe es eben nicht um Bauland für Einfamilienhäuser, sondern auch um Wohnraum für Menschen, die lieber eine Wohnung hätten, da sie ein Haus nicht wollten oder finanzieren könnten.
In der Haushaltspolitik hat der potentielle Bürgermeister seinen Fokus auf einen maßvollen Umgang mit Neuinvestitionen gelegt. Sie sollten in einer Höhe getätigt werden, dass „eine Nettoreduktion der Schulden in Isernhagen stattfindet“. Der Abbau von Investitionsverbindlichkeiten sei eben ein wichtiges Thema in Sachen Gemeindefinanzen, so Mithöfer.
Bis zur Kommunalwahl im nächsten Jahr ist zwar noch etwas Zeit, die formale Ernennung für die Eintragung des Kandidaten in die Wahlliste wird jedoch schon im September 2020 erfolgen.