Burgwedels Wähler haben für ein eindeutiges Ergebnis gesorgt

Heinrich Gremmel, links im Bild, wird im Rat allein die Fahne der FDP hoch halten müssen. Sein Parteikollege Christian Wolff hat den Sprung in den Stadtrat nicht geschafft. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
Verhaltene Stimmung bei der SPD am Wahlabend. Im neuen Stadtrat vertreten sind Joachim Papenburg (links), Axel Düker (2.v.l.), Heiko Lick (3.v.l.) und Bedri Özdemir (rechts). (Foto: Birgit Schröder)

CDU erringt mit 18 Sitzen absolute Mehrheit im Stadtrat

BURGWEDEL (hhs). Die Wählerinnen und Wähler haben für ein eindeutiges Ergebnis bei der Wahl des Stadtrats gesorgt: Eindeutiger Sieger ist die CDU die 4,6% dazu gewann, mit nun 53,6%, gefolgt von der SPD mit 21,7%, den Grünen, die ihre bisherige Stimmenzahl verdoppelten und nun mit 11,6% ab schlossen. Derbe Verluste musste die FDP hinnehmen, die auf 3,5% zurück fiel. Wieder im Stadtrat vertreten die WEB mit 4,9%. Die Unabhängigen für Burgwedel schafften mit 4,0% den Sprung in das Gremium. Damit erhält die CDU, neben dem Bürgermeister, 18 Ratsmandate und damit die absolute Mehrheit, die SPD wird mit acht Mandaten vertreten sein, die Grünen mit vier, gefolgt von der WEB mit zwei sowie der FDP und den Unabhängigen mit jeweils einem Mandat.
Für die CDU ziehen in den Stadtrat ein: (*= neu im Stadtrat) Otto Bahlo, Christian Büchtmann*, Birgit Diers*, Martina Flatten*, Rolf Fortmüller*, Rainer Fredermann, Wolfgang Grüne, Heinz Heinicke*, Jörg Heuer, Edgar Kolze*, Sebastian Müller*, Heinrich Neddermeyer, Jürgen Ocker*, Fritz Papenberg, Thorsten Rieckenberg, Heinz-Theo Rockahr, Jürgen Schodder und Ortrud Wendt*.
Die Fraktion der SPD werden Karin Beckmann*, Axel Düker*, Heiko Lick*, Joachim Lücke, Bedri Özdemir*, Joachim Papenburg, Hans-Joachim Rödiger-Usselmann* und Lothar Urban bilden. Bei den Grünen haben Dr. Rafael Beine*, Peter Böer*, Olaf Slaghekke* und Heinz Visel den Sprung in den Rat geschafft. Für die WEB ziehen Heinz Schröder* und Friedhelm Stein ein, Heinrich Gremmel bleibt weiterhin für die FDP im Rat. Neu im Rat für die Unabhängigen ist Hendrik Becker*. Damit sind die 35 Mandate vergeben.
Zum ersten Mal seit vielen Jahren muss das Großburgwedeler liberale Urgestein Heinrich Gremmel allein die Fahne der FDP in der Stadt Burgwedel hochhalten. Seine Partei verlor bei der Kommunalwahl 5,7%. Eine harte Niederlage für die Burgwedeler Liberalen, die eigentlich nur zu erklären ist mit dem negativen Bundestrend für die Partei. Ein Mitglied bezeichnete das als „vollkommen unverdiente Abstrafung für die grottenschlechte Arbeit in Berlin“.
Eitel Freude und Sonnenschein herrscht bei den Grünen, sie haben die Zahl ihrer Mandate verdoppeln können. Das ist sicherlich Verdienst von Heinz Visel, der in den vergangenen Monaten dieser Ratsperiode seine Partei allein vertreten musste. Allerdings muss man auch bei den Grünen vermuten, dass bei ihrem Ergebnis der Bundestrend eine große Rolle mitgespielt hat. Es lässt sich gut nur oben auf der Welle schwimmen. Dass diese Welle aber noch tragen würde, war schon weit vor dem Kommunalwahlkampf klar. Insofern ist es verwunderlich, dass die Burgwedeler Grünen bei den Ortsratswahlen nur in Kleinburgwedel und Wettmar angetreten sind. Und dort mit Erfolg: In beiden Ortschaften haben sie zweistellige Ergebnisse eingefahren. Da darf man gespannt sein, wie es in den Ortschaften mit den Grünen weiter gehen wird.
Die Burgwedeler SPD kann mit ihren Verlusten von gut fünf Prozent nicht zufrieden sein. Das Problem der Burgwedeler Sozialdemokraten scheint hausgemacht. Es ist deshalb müßig, über die Ursachen weiter zu spekulieren.
Die WEB hat den Einzug in den Rat mit zwei Mandaten geschafft, das ist ein Mandat weniger als bei der Wahl zuvor. Neu im Rat ist Burgwedels einziger Theaterdirektor: Hendrik Becker, Chef des Theaters Löwenherz, eines der kleinsten Theater im Lande, hat ein Mandat für die Unabhängigen errungen. Becker hat sein Mandat errungen, weil die so genannte Umlandliste mehr Wählerinnen und Wähler gezogen hat. Aus diesem Grund gelang dem ehemaligen SPD-Mann und jetzigem Frontmann der Unabhängigen Rudi Gutte der Sprung in den Stadtrat nicht.