Burgwedeler Tafel lädt zum Tag der offenen Tür

Der Vorsitzende der Burgwedeler Tafel, Gerd Duckstein, würde sich über jeden Interessenten für die Arbeit der Burgwedeler Tafel freuen, der an diesem Nachmittag zum Tag der offenen Tür kommt. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Geburtstagsfest zum fünfjährigen Bestehen der Institution

GROSSBURGWEDEL (hhs). In dieser Woche kann die Burgwedeler Tafel ihren fünften Geburtstag begehen. Das Geburtstagsfest soll in Form eines Tages der offenen Tür stattfinden am Samstag, 5. April, in der Zeit von 15.00 bis 18.00 Uhr.
Es gibt Kaffee und Kuchen in den Räumen der Burgwedeler Tafel in der Seniorenbegegnungsstätte in Großburgwedel in der Gartenstraße 10. Darüber hinaus werden Führungen angeboten, die den Ablauf der Tätigkeiten der Tafel verdeutlichen. Dazu lädt der Vorsitzendes Gerd Duckstein im Namen seiner Mitglieder herzlich ein.
Die Idee, in Burgwedel eine „Burgwedeler Tafel“ nach dem Vorbild bestehender gleichartiger Institutionen ins Leben zu rufen, entstand im Rahmen des Projekts Wohnwinkel. Zunächst wurde ein Arbeitskreis gegründet, dann sagte die Stadt Burgwedel einen Raum zu, es wurden Kooperationspartner gesucht und gefunden in den Burgwedeler Lebensmittelmärkten.
Nur wenige glaubten zu der Zeit, dass es in der wohlhabenden Stadt Burgwedel auch eine nennenswerte Zahl an potentiellen Kunden für die Leistungen der Tafel geben könnte. Aber schon die Aktion Schuhkarton zum Weihnachtsfest zeigte, dass schon etwas mehr als 200 Kunden in Burgwedel lebten.
Am 27. März 2009 wurde der Tafelladen eröffnet, im Wartebereich draußen wurden Bänke aufgestellt. In der ersten Zeit wurden die Fahrten zu den Lebensmittelmärkten mit privaten und städtischen Fahrzeugen getätigt. Nach und nach wurde die Infrastruktur des Tafelladens auf den neusten hygienischen Standard gebracht und über Spenden konnte ein Transportfahrzeug erworben werden.
„Die Zahl unserer Kunden lag in den Spitzen bei etwa über 400“, erklärte Gerd Duckstein die Entwicklung. Gegenwärtig nutzen 330 Menschen das Angebot der Tafel. Hinzu kommen 40 Asylanten aus Syrien, die versorgt werden sollen. Was den Vorsitzenden nachdenklich macht, ist, dass viele junge Leute zu Dauerkunden geworden sind. Seit zwei Jahren liegt die Zahl der Personen, die die Tafel nutzen, bei etwa 330, davon 119 Kinder. Es gebe auch viele junge Mütter mit ein bis drei Kindern in dieser Gruppe.
„Es tut uns leid, aber die Entwicklung der Burgwedeler Tafel ist eine Erfolgsgeschichte“, bringt Duckstein den Widerspruch auf den Punkt zwischen sozialem Anpacken und Helfen und der beinahe konstant bleibenden Zahl der Hilfsbedürftigen. „Unser Problem liegt auch darin, dass wir Mitglieder der Tafel auch fünf Jahre älter geworden sind“, sagt Duckstein nachdenklich. „Wir brauchen neue Mitglieder, die vielleicht etwas jünger sind und Freude an dieser Art zu helfen haben“. Wer sich vorstellen kann, in der Burgwedeler Tafel mitzuarbeiten oder einfach mal hinter die Kulissen schauen möchte, der ist zum Tag der offenen Tür herzlich eingeladen.