Burgwedeler Grüne werben für den Wechsel zu „sauberem Strom“

Reges Interesse bekundeten die Marktbesucher am Donnerstagvormittag an der Informationsveranstaltung der Burgwedeler Grünen. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Reges Interesse an der Aktion auf dem Wochenmarkt

BURGWEDEL (hhs). Heinz Visel und Michael Stobbe hatten leichtes Spiel an Donnerstagvormittag auf dem Großburgwedeler Wochenmarkt. Sie hatten zu einer Informationsaktion eingeladen, um die Mitbürgerinnen und Mitbürger über die Möglichkeiten des Wechsels zu einem Anbieter „sauberen Stroms“ zu informieren. Am frühen Morgen habe es etwas schleppend begonnen, sagte der Grünen-Chef Heinz Visel im Gespräch mit den Burgwedeler Nachrichten, dann sei die Wissbegierde der Marktbesucher über alle Erwartungen gestiegen. „Das Interesse an einem Wechsel zu sauberem Strom ist riesig, nur die Verbraucher haben in der Masse noch nicht die Kurve gekriegt, den ersten Schritt dahin zu tätigen“, so seine Erfahrung an diesem Morgen. Viele der potentiellen Interessenten hätten auch die Frage gestellt, ob ein Wechsel teurer werde als die Versorgung durch den herkömmlichen Stromanbieter. Wer seine Stromrechnung mitgebracht hatte, konnte sich die Gegenrechnung gleich am Stand machen lassen.
Um die Frage nach den Kosten vorweg zu klären: Ökostrom kann, muss aber nicht teurer als herkömmlicher Strom sein. Viele Anbieter von Ökostrom stehen nun für die Privathaushalte bereit. Wer seinen Anbieter wechseln möchte, suche sich einen aus. Auf der Internetseite www. atomausstieg-selber-machen.de findet sich eine große Anzahl von diesen. Interessenten können sich aber auch ein Infopaket unter der unten angegebenen kostenlosen Hotline zuschicken lassen. „Hat sich jemand für den Wechsel zu einem dieser Anbieter entschieden, dann muss er nur noch einen Vertrag ausfüllen“, erklärte Visel das weitere Procedere. Alles was man dafür benötigt, ist die Nummer des Stromzählers, die auf der Stromrechnung steht. Hilfreich sei es auch, wenn man den letzten Jahresverbrauch mit angebe, so Visel weiter.
Der neue Stromanbieter erledigt dann alles weitere und kündigt auch den alten Vertrag. Die Lieferung des neuen Anbieters geschieht übergangslos, es entstehen keine Unterbrechungen, es kostet keine Wechselgebühren. „Nach ein paar Wochen ist dann der ganz persönliche Atomausstieg vollzogen“, meint Visel.
Aber ein Problem bleibt: Es gibt nur ein Stromnetz für alle Anbieter und in dem ist auch der „unsaubere Strom“. „Die Frage, vor der alle stehen, die sich gegen Atomstrom aussprechen, ist, welche Wirkung ihr Geld langfristig haben soll, das sie für Energie aus der Steckdose jeden Monat ausgeben. Wollen sie, dass ihr Geld weiterhin zu den Atomkonzernen fließt, oder wollen sie, dass es für den Ausbau erneuerbarer Energien verwendet wird“, erläuterte Visel denn Sinn des „persönlichen Atomausstiegs über die Steckdose“. Die von den Grünen vorgestellten alternativen Anbieter sind allesamt konzernunabhängig, setzen voll auf Ökostrom und gelten als Vorreiter einer Energiewende. Sie sind alle zertifiziert und wenden die erwirtschafteten Überschüsse zum Ausbau weiterer erneuerbarer Energien an. „Man kann also mit dem Wechsel selbst entscheiden, welche Art von Energie man mit seiner Stromrechnung fördern möchte“, so Heinz Visel abschließend. Eine kostenlose Ökostrom-Hotline bietet weitere Informationen unter 0800/762852.