Bunter Umzug mit großer Beteiligung der Kleinburgwedeler

Die Erwachsenen und Kinder der Initiative Kunst und Kultur für Kinder in Burgwedel hatten sich besonders viel Mühe gegeben: In mittelalterlichen Gewändern und mit Blumenkränzen marschierten sie durch das Dorf. (Foto: Sina Balkau)

Schön anzusehen: Originell gestaltete Festwagen und Kostüme

KLEINBURGWEDEL (sib). Er war der Höhepunkt des dreitägigen Zeltfestes, das nach der Marktmeile den nächsten großen Programmpunkt im Kleinburgwedeler Jubiläumsjahr darstellte: der große Festumzug durch das Dorf am Sonntagnachmittag, bei dem auch die Jubiläumsscheibe der Schützen angebracht wurde. Über 20 Gruppen, von der Grundschule bis zur Feuerwehr, hatten sich dem Umzug angeschlossen, darunter auch originell dekorierte Festwagen. Diese waren gemäß dem Motto „700 Jahre Kleinburgwedel“ so gestaltet worden, als kämen sie aus längst vergangenen Zeiten – ein echter Augenschmaus für die Zuschauer.
Die Teilnehmer hatten sich mehr als einfach nur Mühe gegeben, den Festumzug zu einem unvergesslichen Erlebnis für alle Beteiligten zu machen – sei es durch aufwendige Verkleidungen oder die in liebevoller Kleinarbeit geschmückten Festwagen. Die Ideen waren vielfältig, hatten jedoch eines gemein: Sie alle verkörperten das Motto der Feierlichkeiten „700 Jahre Kleinburgwedel“ in Perfektion.
So zeigte die Grundschule Kleinburgwedel den Kontrast zwischen Schule früher und heute: Einige Kinder trugen altmodisch anmutende Kleidung und alte Lederranzen, andere hatten ihre modernen, knallbunten Tornister auf dem Rücken als modernen Kontrast dazu. Die Ortsfeuerwehr marschierte in den aktuellen Uniformen und in der historischen Version, natürlich mitsamt ihrer alten Handdruckspritze. Auf dem Wagen vom Hof Reupke demonstrierten die Bauersfrauen mit Spinnrad und antikem Eisenherd, wie das Leben auf dem Bauernhof früher aussah.
Ähnlich war auch der von einem Oldtimer-Fendt-Schlepper gezogene Wagen des Mühlenvereins gestaltet worden. Alte Mehlsäcke und Gerätschaften sowie eine Miniatur-Mühle schmückten das Gefährt. Besonders schön anzusehen war die Delegation der Initiative „Kunst und Kultur für Kinder“ in Burgwedel: Kinder und Erwachsene hatten sich in mittelalterliche Gewänder gekleidet, von der Gänsemagd bis zur Edeldame war alles vertreten. Die hübschen Blumenkränze waren ein zusätzliches optisches Highlight.
An den Straßen hatten sich zahlreiche Kleinburgwedeler Bürger versammelt, um das bunte Treiben zu verfolgen. Schon von weitem winkten sie Bürgermeister Jürgen Schodder und Stadtbürgermeister Hendrik Hoppenstedt zu, die den Umzug anführten, und wippten im Takt der Musik. Für diese sorgten abwechselnd der Spielmannszug des Schützenvereins, der Feuerwehrmusikzug, der baden-württembergische Musikverein Honstetten sowie die Celler Knappen.
Besonders viel Publikum kam an der Wallstraße/Ecke Bergstraße zusammen, denn dort wurde gut sichtbar die knallgelbe Festscheibe aufgehängt. Marczek Mateusz kam dem 700er-Teiler am nächsten und wurde Jubiläumskönig. „Leider hat er einen Bandscheibenvorfall und kann deshalb nicht tanzen. Das muss er aber nächstes Jahr beim Schützenfest nachholen“, kündigte Schützenchef Volker Speckmann an.