Bundesweite Aktion lockte viele Schießsportinteressierte

Werbung in eigener Sache beim Schützenverein „Gut Ziel“ Wettmar: Hier konnten die Gäste viele Disziplinen des Schießsports ausprobieren. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
Für die eher jungen Besucher hatten die Schützen Hüpfburg, Bobbycars und Bungee organisiert. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Schützenverein „Gut Ziel“ Wettmar machte Werbung in eigener Sache

WETTMAR (hhs). Am vergangenen Wochenende nahm der Schützenverein „Gut Ziel“ Wettmar an einer bundesweiten Aktion des Deutschen Schützenbundes (DSB) teil. Sie war „Ziel im Visier - Zukunft Schützenverein“ überschrieben, neben „Gut Ziel“ nahmen auch weitere Burgwedeler und Isernhägener Schützenvereine daran teil.
Die Wettmarer Schützen öffneten sogar an zwei Tagen die Tür ihres Schützenhauses für interessierte Besucher. Und sie hatten damit genau die richtige Entscheidung getroffen: Während sich am Samstag wegen des miserablen Wetters nur wenig Besucher auf den Weg gemacht hatten und die geplanten Außenaktionen mehr oder weniger in Wasser fielen, schien am Sonntag sogar die Sonne. Die Wettmarer Schützen konnten ihre geplanten Angebote für die kleinen Gäste, Hüpfburg und Bobbycar-Parcours, anbieten.
Die Möglichkeiten, die Wettmars Schützenchef Joachim Schluckebier-Risse und seine Schützenschwestern und -brüder auf ihrer Schießsportanlage präsentieren konnten, sind ausgesprochen vielfältig. Der Verein „Gut Ziel“ verfügt über ein modernes Schützenhaus mit vielfältigen Schießsportanlagen: 50-Meter-Kleinkaliberstand mit mehreren Bahnen, auf dem alle Anschlagarten geschossen werden können, eine Luftgewehrhalle, ein hochmoderner Pistolenstand ist zuletzt hinzugekommen, mit Absauganlage und perfekter Schalldämmung. Dieser wird auch für die Bogenschützen genutzt, die obendrein auf dem Außengelände Möglichkeiten haben, größere Distanzen zu schießen. Für den Nachwuchsbereich sind Laserwaffen vorhanden, und vieles mehr.
Die Anlage sei überwiegend in Eigenarbeit der Mitglieder geschaffen worden, erklärt der Schützenchef. Es habe Jahre gedauert, bis sie diesen hohen Standard erreicht hätten. Besonders freue man sich im Verein darüber, dass in den vergangenen Jahren die intensive Jugendarbeit Früchte getragen habe. Inzwischen verfüge die Jugendabteilung über etwa 60 Jugendliche.
Schluckebier-Risse ist davon überzeugt, dass der Verein für junge Mitglieder ein Erfolgsrezept gefunden hat: „Schießsport ist die eine Seite. Um aber das Vereinsleben für Kinder und Jugendliche interessant zu machen, muss es auch ein abwechslungsreiches Beiprogramm geben. Wir bieten Fahrten an, Zeltlager in den Ferien und andere weniger aufwendige Unternehmungen“. Gleiches gelte in der Sache auch für die Senioren unter den Vereinsmitgliedern.
Auch bei den Bogenschützen steigen die Mitgliederzahlen. Der „Weiße Sport“ erlebe gegenwärtig eine Renaissance, und er denke deswegen darüber nach, die Möglichkeiten dafür weiter zu verbessern. Ideen hat Schluckebier-Risse hierzu schon entwickelt. Das Vereinsgrundstück biete „nach hinten raus“ zum Hauptdamm durchaus noch Raum für Bahnen, die den Bogenschützen auch längere Distanzen erlauben.
Und es kamen viele interessierte Besucher in das Wettmarer Schützenhaus, um sich über die Möglichkeiten hier zu informieren. Natürlich kamen Speis' und Trank auch nicht zu kurz. „Schießsport hat eine lange Tradition in Deutschland. Der DSB ist der älteste Sportverband in der Bundesrepublik und kann damit auf lange Traditionen verweisen. Diese pflegen wir natürlich auch, aber im Mittelpunkt steht immer das Sportschießen“, erklärte Schluckebier-Risse den Besuchern, die auf den Ständen den Schützen zusahen und auch selbst die ein oder andere Schießdisziplin ausprobierten. Sportschießen bedeute Schießen nach festen Regeln. Dabei sind Gewehr, Pistole oder Bogen keine Waffen, sondern Sportgeräte. Es gehe darum, die Mitte einer Zielscheibe zu treffen unter Einsatz von Körperbeherrschung, Konzentration und Ruhe unter Ausschluss von äußerlichen Einflüssen. Joachim Schluckebier-Risse und seine Vereinskameraden erklärten dies immer wieder, in der festen Hoffnung, dass „vielleicht der eine oder andere bei uns entdeckt, dass Schießsport für ihn das richtige Hobby sein könnte“.