Bundespräsident Christian Wulff trug sich ins Goldene Buch ein

(v.l.) Bettina Wulff, Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt und Bundespräsident Christian Wulff, der sich ins Goldene Buch der Stadt Burgwedel einträgt. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
Ein entspannter Bundespräsident auf dem Weihnachtsmarkt im Gespräch mit seinen Mitbürgern. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Nach kurzer Feier ging es weiter zum Weihnachtsmarkt

GROSSBURGWEDEL (hhs). Am Freitagabend traf Bundespräsident Christian Wulff mit seiner Familie in Großburgwedel ein. Deutschlands Staatsoberhaupt machte Station im neuen Amtshof. Hier trugen er und seine Frau Bettina sich in das Goldene Buch der Stadt Burgwedel ein. Zu dieser kleinen Feier waren der Burgwedeler Stadtrat und die Spitzen der Verwaltung geladen.
Als der Bundespräsident den Veranstaltungssaal betrat, erhoben sich die Gäste und applaudierten dem prominentestem Großburgwedeler der Gegenwart. Christian Wulff genoss ganz offensichtlich die Sympathie, die ihm die Anwesenden entgegenbrachten. Einige Gäste, die er kannte, begrüßte er mit Handschlag und einigen kurzen Worten. Als alle Platz genommen hatten, gab es erst einmal Musik und Tanz, von den Jungen und Mädchen der Kita Großburgwedel II an der Kleinburgwedeler Straße. Die Kinder waren keineswegs aufgeregt, ein Tanz und das bekannte Weihnachtslied „Kling Glöckchen klingelingeling“ gelangen ihnen prima, der Bundespräsident, zwischen dem und seiner Frau Bettina die Söhne Linus und Leander saßen, freute sich über diese Überraschung und bedankte sich dafür sehr herzlich.
Dann erfolgte die offizielle Begrüßung, die Dr. Hendrik Hoppenstedt vornahm: E freue sich, dass er an diesem Abend das deutsche Staatsoberhaupt im Amtshof begrüßen könne. Schon vor geraumer Zeit habe es die Familie Wulff nach Großburgwedel gezogen, schon zu Zeiten, als Christian Wulff noch Niedersächsischer Ministerpräsident war. Sein Dank ging ausdrücklich auch an die Burgwedeler: „Unsere Einwohnerinnen und Einwohner sind bodenständige Leute und gelassen. Hier können Sie ruhig leben. Und wir bilden uns auch ein bisschen ein, dass unser Ruf so gut ist, dass Sie sich Großburgwedel als ersten Wohnsitz ausgesucht haben“, sagt er. Das sei aber nun vorbei. Hauptwohnsitz des Bundespräsidenten sei das Schloss Bellevue in Berlin, wohin die Bundespräsidentenfamilie jetzt zum Jahresende ihren ersten Wohnsitz hin verlegen müsse. Hier werde sie aber ihren zweiten Wohnsitz behalten und deswegen häufig hier sein, was alle Burgwedeler erfreue. Er habe darüber nachgedacht, was er der Familie mitgeben solle aus Burgwedel. Angesichts der Brötchendiskussion in Berlin habe er sich dazu entschieden, vier Sorten Burgwedeler Honig für ein gesundes Familienfrühstück mitzugeben, und für die langen Bahnfahrten den Krimi eines Burgwedeler Autors.
„Sie haben uns ermöglicht, hier in Ruhe zu leben“, entgegnete der Bundespräsident und bedankte sich dafür. „Unsere Kinder waren hier sehr gut aufgehoben“. Mit Blick auf die vier Gläser Honig begann er zu schmunzeln und widersprach zunächst Berichten der Berliner Tagespresse, er lasse sich seine Frühstücksbrötchen aus Hannover einfliegen. Die würden dann eine miserable Co2-Bilanz aufweisen. Weder ich noch irgendeiner meiner Vorgänger hat sich Brötchen aus Hannover bringen lassen“, rückte Christian Wulff dieses Gerücht ins rechte Licht. „Wir werden Burgwedel vermissen“, fuhr er fort. Die Stadt stehe sehr gut da, die Vereinsstruktur sei gut, die Feuerwehren vorbildlich. „Die Städte und Gemeinden sind der Hort der Demokratie. Es ist schön, wenn die Bürgerinnen und Bürger mehr Engagement zeigen. Und es ist ein Glücksfall, dass Menschen in ihrer Freizeit Vorlagen lesen und Sitzungen vorbereiten. Heute sei es oftmals so, dass Menschen irgendetwas wollen, „aber nicht vor ihrer Haustür“. Zuletzt kam der Bundespräsident auf den Umzug zu sprechen. „Unser zweiter Wohnsitz bleibt in Großburgwedel, weil wir uns hier sehr wohlfühlen. Wir fühlen uns bei Ihnen bestens zu Hause“, sprach er die Gäste der Veranstaltung an. Dann nahm das Bundespräsidentenehepaar am vorbereiteten Tisch Platz und trug sich in das Goldenen Buch ein. Anschließend sangen die Kinder noch einmal, sie hatten geduldig auf der Bühne gewartet. Nach dem Lied „Wir sind Kinder einer Welt“ wurde noch ein kleiner Imbiss angeboten. Im Anschluss besuchte Familie Wulff den Weihnachtsmarkt in Großburgwedel.