Bundesnetzagentur will Fragen zur Stromtrasse Suedlink klären

Öffentliche Informationsveranstaltung in der Grundschule Großburgwedel

BURGWEDEL (hhs). Wie in den Burgwedeler Nachrichten angekündigt, wird die Bundesnetzagentur auf Einladung des Bürgerforums Burgwedel und der Stadt Burgwedel am Mittwoch, 16. Juli nach Großburgwedel kommen und zu einigen Unklarheiten und Ungereimtheiten im bisherigen Procedere von TenneT Stellung beziehen.
TenneT ist das Unternehmen, dass die Trasse für den Strom aus Norddeutschland Richtung Bayer bauen soll. Am Mittwoch werden zwei hochrangige Mitarbeiter der Bundesnetzagentur in der Aula der Grundschule in Großburgwedel ab 19.00 Uhr für Fragen zur Verfügung stehen.
Allen Kritikern der Vorgehensweise von TenneT brennt eigentlich eine Frage auf den Nägeln: „Wo und wie können wir uns in die weitere Planung einbringen“. Man erinnere sich: TenneT hatte zu einer Informationsveranstaltung eingeladen, die aber nun nach einigen Wochen als vollkommen unbefriedigend bezeichnet werden muss.
„Die Fragen, die TenneT damals zur Beantwortung gesammelt hatte, sind bis heute nicht beantwortet“, sagt Thomas Chlouba vom Bürgerforum Burgwedel. Man müsse auch das gesamte Verfahren um Planung und Bau einer Trasse transparenter gestalten. Die Bundesnetzagentur sei die Genehmigungsbehörde für das gesamte Vorhaben. Wenn TenneT bei der Bundesnetzagentur einen Antrag auf Durchführung des Verfahrens stelle, sei das der Beginn des Einstiegs der Bundesnetzagentur und die Bundesfachplanung. Der Antrag sei allerdings noch nicht gestellt. Im Rahmen der Bundesfachplanung werde dann die Entscheidung über die sogenannten Korridore für die Trasse gefällt. Im Anschluss erfolge in der Planfeststellung die Entscheidung darüber, welche Trasse realisiert werde.
Das bedeutet für die Veranstaltung am kommenden Mittwoch, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt Klarheit geschaffen werden soll, ob zunächst auch die Alternativtrassen geprüft werden müssen. Dann müsste es darum gehen, ob Dritte, Kommunen, Bürgerinitiativen und andere alternative Trassenvorschläge machen können. Ganz wichtiges Thema auch: Wann und zu welchem Verfahrenszeitpunkt gibt es Einspruchsmöglichkeiten? Damit eng verbunden ist die Frage nach dem zeitlichen Rahmen des Verfahrens. Schließlich sei es auch sinnvoll zu erfahren, was von der Bundesnetzagentur geprüft wird und auf welche Weise das geschieht, so Thomas Chlouba.
„Mangelnde Transparenz“ wird überall im Umgang mit TenneT beklagt. Das soll sich jetzt ändern. Die Politik scheint nun sensibilisiert zu sein auf den Unmut der Mitbürgerinnen und Mitbürger, die an der gut 800 Kilometer langen Trasse leben. 22 Bundestagsabgeordnete, darunter aus dem hiesigen Bereich Dr. Hendrik Hoppenstedt von der CDU, sowie Caren Marks und Matthias Miersch, beide von der SPD, sind Mitunterzeichner einer Resolution an die Bundeskanzlerin und ihren Wirtschaftsminister. Darin fordern sie die Wahrung der Bürgerinteressen bei der Trassenplanung und ein Kommunikationsnetzwerk für Bürger und Kommunen und die unvoreingenommene Prüfung des Verbaus von Erdkabeln.