Bürgermeister stellte Pläne zur Stadtentwicklung vor

Burgwedels Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt, im Vordergrund, stellte den Mitgliedern der IGK die Pläne von Burgwedels Politik und Veraltung zur „weiteren innerstädtischen Entwicklung des Mittelzentrums“ vor. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Vortrag im Rahmen der Mitgliederversammlung der IGK

GROSSBURGWEDEL (hhs). Am Mittwoch dieser Woche hatte die Interessengemeinschaft Großburgwedeler Kaufleute (IGK) zu ihrer Mitgliederversammlung in das Restaurant am Springhorstsee eingeladen. Knapp 30 Mitglieder waren der Einladung gefolgt, darunter ein Gast: Burgwedels Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt, der an diesem Abend den Kaufleuten und Gewerbetreibenden erläuterte, wie die Pläne von Politik und Verwaltung in Bezug auf die weitere Entwicklung Burgwedels, insbesondere des „Mittelzentrums Großburgwedel“ gediehen sind. Dieser Vortrag stand am Beginn der Versammlung und stieß auf großes Interesse.
Hoppenstedt formulierte eingangs den Sachstand: „Es finden sich in der Innenstadt viele Punkte, an die wir ran müssen“, sagte er. Die Innenstadt sei attraktiv für den Einzelhandel. Als Gründe dafür nannte er die Architektur und das Angebot des Einzelhandels. „Das wollen wir weiter stärken“. ER sehe aber auch die Gefahr, dass es keine „rote Linie“ dafür gebe. „Wir wollen ein Konzept für die Innenstadt entwickeln als Richtlinie für die kommenden Jahre“. Zwei Bereiche wolle er zuerst angehen: Die Von-Alten-Straße und Umgebung und den so genannten Alten Markt.
Zunächst ging Hoppenstedt auf den Alten Markt ein. Hier seien beinahe alle Bäume abgängig und deswegen würden sie in den kommenden Jahre verschwinden müssen. „Wenn die Bäume weg sind, dann verliert der Platz seinen Charme“, so seine Befürchtung. Was man dann machen könne, sei letztlich auch eine Haushaltsfrage, so Hoppenstedt. Es gebe aber Anzeichen, dass die Haushaltslage der Stadt sich weiter verbessere. Sicher sei am Alten Markt, dass die Parkplätze dort bleiben und das der Raum für die Fußgänger verbessert werden müsse.
Die Von-Alten-Straße sei das gute Wohnzimmer Großburgwedels. Allerdings sei hier die Lage mit den Grundeigentümern keinesfalls als einfach zu bezeichnen. Politik und Verwaltung seien mit diesen vor Jahren überein gekommen, ihnen die Zufahrt zu den Grundstücken zu belassen. Die Straße selbst verfüge über eine „altbackene Beleuchtung, bei der schon einige Masten abgängig seien, wofür der Lieferverkehr offenbar gesorgt habe. Der Klinkerbelag sei schön und passe nach Norddeutschland, allerdings die Querstreifen darin machten insbesondere für Nutzer von Rollatoren die Pflasterung zur Huckelpiste. Auch über das Grün im innerstädtischen Bereich müsse man neu nachdenken. Die Blumenkübel fände er selbst nicht als besonders schön, auch hier seien andere Lösungen denkbar. Als grausig allerdings sehe er die Zuwegungen zur Von-Alten-Straße an, insbesondere die Richtung Senioren-WohnPark. Zur Dr. Albert-David-Straße sei schon ein sehr schönes, offenes Bild entstanden, ein Schmuckstück städtebaulicher Entwicklung in Großburgwedel.
Unterdessen habe die Stadt ein namhaftes Planungsbüro mit einem Konzept beauftragt für die beiden angesprochenen Bereiche mit Vorschlägen, wie man das Stadtbild moderner gestalten könne. Er habe dem Architekten keinerlei Vorgaben gemacht, weil es besser sei, wenn dieser die Innenstadt zunächst mit „seinen eigenen Augen bewerte“.
Das Konzept solle in den Wochen nach Ostern vorliegen und dann wolle die Verwaltung einen breiten Diskussionsprozess in Gang setzen. Das Konzept solle zunächst als Ergebnisvorstellung im Ausschuss für Gebäude, Umwelt und Städtebau sowie im Ortsrat behandelt und dann mit den Eigentümern und der IGK. Dann denke er an einen Reflektionsprozess aller von etwa vier bis sechs Wochen, die für Einzelveranstaltungen mit allen Beteiligten genutzt werden sollen. Anschließend trete man in die Beratungsphase ein. Wenn alles gut laufe, könne man noch vor der Sommerpause entscheiden, wohin die Stadtentwicklung führen soll.
In seinem Jahresbericht bezeichnete der Vorsitzende der IGK, Karlheinz Schridde, das Jahr 2011 als ein erfolgreiches. Alle Veranstaltungen seien gut besucht gewesen, auch die, die bei schlechter Witterung statt fanden wie der erste Jazz unter Sternen. Allerdings habe er sich mehr Spendenbereitschaft der Jazzfreunde gewünscht. Die Sammlung mit dem Hut habe ein eher jämmerliches Ergebnis eingebracht.
Das Stadtfest sei ein großer Erfolg gewesen mit guten Umsätzen der Mitgliedsbetriebe. An den Aktivitäten der IGK im laufenden Jahr werde sich nichts ändern: Der verkaufsoffene Sonntag „Buntes Burgwedel“ findet am 6. Mai statt, Jazz unter Sternen am 14. Juni, Kunst in Bewegung am 23. und 24. Juni, der zweite Jazz unter Sternen am 9. August, der Varietéabend am 8. September, das Stadtfest am 9. September und der Weihnachtsmarkt traditionell zum zweiten Advent vom 7. bis 9. Dezember.