Birnbaum zum Abschied

Albert Hanstein (von links), Achim Ristenpart, Karla Hanstein und Alexander Bock bei der Übergabe des besonderen Birnbaums (Foto: Wilfried Künstler)

Heimatverein würdigt Verdienste von Karla und Albert Hanstein

Thönse (r/gg). Karla und Albert Hanstein haben sich jahrelang um die Pflege des Bauerngartens vom Heimatvereins für das Kirchspiel Engensen-Thönse-Wettmar an der Heimatdiele in Wettmar gekümmert. Albert Hanstein ließ sich zudem auch noch zum freiwilligen Müller ausbilden und hat auch mit seiner Kompetenz im Metallbau die Müllergruppe maßgeblich unterstützt. Jetzt lassen leider gesundheitliche Einschränkungen die Mitarbeit im Heimatverein in dem bisherigen Umfang nicht mehr zu. Im Laufe ihrer Tätigkeit im Bauerngarten, hatte Albert Hanstein immer mal wieder die schmackhaften Birnen von dem Birnbaum im Bauerngarten gelobt.
Es handelt sich hier um die Sorte „Comtesse de Paris“ vom Züchter William Fourcine, der sie erstmals 1884 bei Dreux in Frankreich kultivierte. Man sagt ihr hervorragende Eigenschaften nach. Obwohl sie schon früh blüht, reift sie erst spät im Herbst. Es handelt sich um eine Lagerbirne oder auch Winterbirne deren Reifezeit zwischen November und Februar liegt. Der Baum ist sehr ertragreich, wächst mittelstark in die Höhe und trägt mittelgroße Früchte, die süß schmecken und sehr saftig sind.
Als sich nun abzeichnete, dass der Einsatz im Bauerngarten zunehmend beschwerlicher wurde und Karla und Albert Hanstein äußerten, dass sie diese Aufgabe nicht mehr in dem gewohnten Umfang leisten könnten, erinnerte sich Alexander Bock, der Leiter der Arbeitsgruppe Bauerngarten im Heimatverein, an die Worte von Albert Hanstein. Als Mitarbeiter vom Institut für Pflanzengenetik an der Uni Hannover fiel es ihm nicht schwer, durch Veredlung einen Birnbaum mit der bei Albert Hanstein beliebten Sorte heranzuziehen.
Im November 2021 war es dann so weit. Der Baum wurde von Alexander Bock und dem ersten Vorsitzenden des Heimatvereins, Achim Ristenpart, in Thönse an die Familie Hanstein übergeben, sogar noch mit einigen Früchten am Baum. Er wird von nun an im gut gepflegten Garten hinter dem Haus von Karla und Albert Hanstein weiterwachsen können und den beiden hoffentlich noch lange viele Früchte bescheren - so der Bericht von Wilfried Künstler vom Heimatverein.