Bewegungspfad im Amtspark - jetzt ist er da

Unter den Blicken der Offiziellen und der Eröffnungsbesucher probierten Reinhold Enders und Hannelore Beschmann als erste den Beintrainer aus. (Foto: Renate Tiffe)

Zahlreiche Offizielle zur Eröffnung des „Mehrgenerationenpfads“

GROSSBURGWEDEL (ti). Die Ideen für einen Bewegungspfad in Großburgwedel gehen zurück auf das Wohnwinkelprojekt der Senioren-Begegnungsstätte im Jahr 2009. Als die Finanzierung gesichert war – 35.000 Euro waren aufzubringen – ging dann alles ganz schnell.
In der vergangenen Woche wurde die Anlage unter dem Begriff „Mehrgenerationenpfad“ im Amtspark eingeweiht, sozusagen mit großem Bahnhof, denn es waren viele Offizielle an dem Projekt beteiligt gewesen.
Da war die Gruppe um Udo Haustein aus der Seniorenbegegnungsstätte, die sich zuerst um die Realisierung gekümmert hatte. Nicht nur einmal war das Vorbild in Langenhagen genau in Augenschein genommen worden, unter Assistenz von Horst Mägel vom Seniorenbeirat der Stadt, der schon mehrere solcher Anlagen mit ins Leben gerufen hat. 17 sind es jetzt insgesamt in Niedersachsen, wie Mägel auf einer Karte aufzeigen konnte. Nicht zuletzt hat die 5.000-Euro-Spende des Senioren-Fördervereins die Umsetzung beschleunigt.
Der Großburgwedeler Ortsrat hat die Pläne für den Bewegungspfad spontan aufgegriffen – auch ohne Seniorenbeirat, wie der (Noch-)Ortsbürgermeister Otto Bahlo bei der Einweihung etwas spitz vermerkte.
Schließlich blieb es Malte Schubert, dem Umweltkoordinator der Stadt, überlassen, die Geräte zu beschaffen und aufstellen zu lassen. Sechs sind es an der Zahl. Es gibt einen Rücken- und Schultertrainer, ein Rückenmassagegerät, Ganzkörper- und Beweglichkeitstrainer. Erläuterungen zur Betätigung gibt es auf laminierten Bögen dazu. Ein Schild für jedes Gerät wäre zu teuer gewesen. Gearbeitet wird jedoch an einem Standardschild.
Wer die Anlage in Langenhagen kennt, weiß dass der richtige Gebrauch der Geräte nicht ganz einfach ist. Gudbjörn Jonsson von der TSG war bei der Einweihung anwesend, bekam aber an diesem Tag keine Gelegenheit zur Vorführung. Für eine sachgerechte Einweisung Interessierter zu bestimmten Terminen sind aber für demnächst Gespräche mit der Verwaltung sind in Aussicht gestellt.
So versuchten sich die einen oder anderen Gäste bei der Eröffnung an dem einen oder anderen Gerät. Auch Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt stieg kurz in die Pedalen. Er hatte vorher in seiner Begrüßungsrede auf die Bedeutung des Bewegungspfades für die Vorbeugung gegen Alterskrankheiten wie Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes hingewiesen. Bei stetigem Gebrauch könne ein Kraftzuwachs bis zu 40 Prozent eintreten, meinte er nicht ohne ein Schmunzeln. Aber nicht nur das. Er hält den Standort am Rande des Amtparks (besser zu erreichen von der Bahnhofstraße aus) auch, neben Marktplatz und Bouleplatz, für einen weiteren Kommunikationspunkt in der Stadt.
Ein herbstlicher Regenguss machte dem Eröffnungstreffen ein schneller Ende. Als Kinder kamen, um die Geräte zu begucken, sozusagen die übernächste Generation, war der offizielle Teil schon vorbei.