Besucherscharen auf Wolny´s Hof in Engensen

Porzellan, Gläser, Tischdecken und vieles andere mehr lockte die Besucher in Scharen. (Foto: Renate Tiffe)

Flohmarkt erbrachte 3000 Euro für den guten Zweck

Engensen (ti). Mit einem solchen Erfolg hatte niemand gerechnet. Die Landfrauen nicht, die Verkäufliches aus Schrank und Keller zusammengetragen hatten, und die Besucher nicht, die in Scharen auf Wolny`s Hof in Engensen kamen und ein vielfältiges Flohmarktangebot vorfanden.
Wie von den Engenser Landfrauen nicht anders zu erwarten, war alles bestens organisiert. Die schöne Kulisse des Hofes, ausgeschmückt mit viel Birkengrün, tat ein übriges, um die abgelegten Schätze der etwa 20 Ausstellerinnen und Aussteller so verlockend wie möglich zu präsentieren. Sechs Euro und ein Kuchen waren als Standgeld zu entrichten. Zufriedene Gesichter gab es am Ende nicht nur bei den Käufern, die mit Beuteln und Körben den Hof verließen, sondern auch bei den Anbietern.
Es war einfach alles da, was Flohmarktliebhaber entzückt: Porzellan und Gläser in großer Auswahl, Textiles, Bücher, PC-Spiele, eine E-Gitarre und eine Ukulele waren dabei. Auch der Heimatverein wartete mit Gegenständen auf, die in seiner Museumssammlung mehrfach vorhanden waren, wie einer alten Dezimalwaage – und natürlich mit seinem Mühlenmodell und der unvermeidlichen Spendenbox.
Auch das gehörte zu diesem Flohmarkt, dass es eine Art Beiprogramm gab. Ein Seiler zeigte,  wie stärkere Stricke gedreht werden. Am Eingang zur Diele stand eine Eisfrau, die selbst gemachtes Vanille- und Schokoladeneis verkaufte - aus einer mit einer Handkurbel angetriebenen „Eismaschine“ von früher. Für die Kinder drehte sich ein Kettenkarussell, es gab Tiere zum Streicheln und Ponys zum Reiten. In der Diele an den schön gedeckten Tischen  trafen sich die Kaffeekränzchen zum Plauschen, die sich vorher am üppigen Kuchenbüfet versorgt hatten. Über allem schwebte die Musik aus der Drehorgel von Joachim Schrader, die bei kaum einem Engenser Ereignis fehlen darf.
Wer wollte, konnte sich an den Plakaten in der Diele über den guten Zweck informieren, dem dieser Flohmarkt diente. Der Reinerlös geht an die Garbsener Kindertagesstätte „Murmelstein“. Sie liegt im Stadtteil „Auf der Horst“, einem der sozialen Brennpunkte der Region Hannover, wo der Anteil der Arbeitslosen und der Migranten besonders hoch ist. „Kindergärten wie diesen gibt es in Burgwedel überhaupt nicht“, meinte Margrit Künstler und Annelore Wolny, die Vorsitzende des Burgwedeler Landfrauenvereins, stimmte ihr zu. Die beiden Initiatorinnen des Flohmarktes freuen sich schon darauf, demnächst der engagierten Leiterin der Kita etwa 3000 Euro überreichen zu können, für die Versorgung der Kinder mit Lebensmitteln.