Besuch der alten Wirkungsstätte

Zum Abschluss überreichte Bürgermeisterin Ortrud Wendt die gesammelten „Roten Hände - der Aktion gegen den Einsatz von Kindersoldaten“ an Hendrik Hoppenstedt.

Hendrik Hoppenstedt zu Gast bei Bürgermeisterin Ortrud Wendt

Burgwedel (bs). Hendrik Hoppenstedt, hiesiger CDU-Bundestagsabgeordneter, absolvierte am Donnerstag seinen Antrittsbesuch bei Bürgermeisterin Ortrud Wendt.
„Ich komme hier natürlich nicht ganz emotionsfrei her“, lächelt Hoppenstedt und lässt den Blick über sein ehemaliges Amtszimmer schweifen. Er habe hier sehr gern und mit viel Freude gearbeitet und freue sich, noch einige bekannte Gesicht zu sehen.
Aber mit Blick auf die Invasion Russlands in der Ukraine sei es heute schwer, über klassische kommunale Themen zu reden. „Ich bin seit vielen Jahren Mitglied der Deutsch-Ukrainischen Parlamentariergruppe und habe das Land häufiger bereist. Wir standen im regen Austausch mit den Bürgermeistern und haben Gespräche unter anderem über Wege in die Rechtsstaatlichkeit geführt. Wenn man jetzt hört, dass Kiew und Lemberg beschossen werden, so ist das unglaublich bedrückend“, so Hendrik Hoppenstedt.
In Großburgwedel standen unter anderem die Themen Innenstadtsanierung, Mobiltätswende und Digitalisierung in Schulen auf dem Programm. Also Bereiche, die aus Bundesmitteln finanziert werden. Immerhin 10 Millionen Euro auf zehn Jahre verteilt stehen für die Sanierung des Zentrums Großburgwedel bereit.
„Eine Summe, die uns großen Handlungsspielraum verschafft“, freut sich Bürgermeisterin Ortrud Wendt. Zumal das Thema Mobilitätswende damit in direktem Zusammenhang stehe. „Wir wünschen uns für den Innenstadtbereich deutlich mehr Raum für Fußgänger und Fahrradfahrer“. Ein erster Schritt sei der Straßentausch, mit dem die durch das Zentrum führende Landesstraße in eine kommunale Straße umgewidmet wird. „Damit bekommen wir die Möglichkeit vom „Alten Markt“ bis hin zur so genannten Vatter-Kreuzung ein bisschen aufzuräumen“, erläutert Ortrud Wendt. Das Ziel sei mehr Platz für nicht motorisierte Verkehrsteilnehmer. 
„Auch das Thema Bahnanbindung lässt sich ohne den direkten Kontakt nach Berlin nicht lösen“, führt die Bürgermeisterin weiter aus. „Den gewünschten höheren Takt des Metronoms bekommen wir nur hin, wenn der Fernverkehr dem Nahverkehr genug Raum lässt. Nach dem jetzigen Stand der Dinge, lässt sich das nur mit dem Bau eines weiteren Gleises realisieren. Da wollen wir nichts unversucht lassen“.
Die Umgestaltung des Bahnhofgebäudes soll im nächsten Jahr beginnen, so zumindest die Planung. Doch der Fachkräftemangel hat auch auf die Verwaltung im Rathaus Großburgwedel Auswirkungen. Vieles lasse sich derzeit nicht so schnell realisieren wie gewünscht, es fehle einfach an Personal, so Bürgermeisterin Wendt.